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Putin lässt ultranationalistischen Widersacher Strelkow-Girkin ins Straflager schicken

Ein Moskauer Gericht hat den russischen Nationalisten Igor Strelkov-Girkin wegen Anstiftung zum Extremismus zu vier Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Girkin dürfe auch drei Jahre keine Online-Medien leiten. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil anzufechten.

Er hatte wiederholt Präsident Wladimir Putin und die Armeeführung beschuldigt, den Ukraine-Krieg nicht effektiv genug zu führen. Bei den Präsidentschaftswahlen im März wollte Strelkov-Girkin gegen Putin antreten.

Der Veteran der russischen Armee und ehemalige Offizier des russischen Geheimdienstes Föderaler Sicherheitsdienst (FSB), spielte eine Schlüsselrolle bei der russischen Annexion der Krim und dann im Donbass-Krieg als Organisator militanter Gruppen in der Donezker Volksrepublik (DVR).

Er wurde im August 2014 aus seinem Amt entlassen, nachdem beim Abschuss des Malaysia-Airlines-Flugs 17 298 Menschen ums Leben gekommen waren. Im November 2022 wurde Strelkov-Girkin des Mordes an 298 Menschen für schuldig befunden und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.