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Rúrik Gíslason: Weshalb er sich gegen den Fußball entschied

Rúrik Gíslason (35) ist seit 2020 kein Fußballer mehr. Der 'Let's Dance'-Gewinner von 2021 hatte einfach andere Prioritäten. Viele träumen von einer Profifußball-Karriere, denn da lockt das große Geld und Ruhm.

“Alles kann sich in einem Moment verändern”

Viel verdienen tun die Top-Fußballer immer noch, aber dafür müssen sie auch verzichten. Wenn andere am Wochenende ihre Familie sehen oder im Freundeskreis feiern, dann stehen sie auf dem Platz. Geburtstage, Einschulungen, das fällt oft flach. Noch schwieriger wird es, wenn man in einem anderen Land wohnt und nicht so schnell zu den Lieben kann. Das war beim Isländer der Fall. "Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meiner Familie und habe mir immer gesagt, dass ich nach dem Fußball mehr Zeit mit ihnen verbringen möchte", berichtete er der 'Bild'. Aber für eine kam er zu spät. "Dann stirbt deine Mutter, und du merkst, alles kann sich in einem Moment verändern. Deshalb habe ich entschieden kein Fußballer mehr sein zu wollen."

Rúrik Gíslason hatte keinen Plan B

Während andere schon früh an ihren Plänen für die Zeit danach feilen, hatte Rúrik Gíslason erstmal keine Perspektive. "Ich hatte nichts in meiner Hand, keinen Plan B." Deshalb stürzte er sich in Reality-Wettbewerbe, gewann 'Let's Dance', tauchte bei Formaten wie 'Schlag den Star' oder 'the Masked Singer' auf. Bei 'Stars in der Manege' brach er sich die Hand, machte aber trotzdem weiter. "Ich bin immer noch am Herausfinden, was meine Talente sind. Außer Fußball. Außer auf der Bank zu sitzen", witzelte der Star in der Sat.1-Sendung. Nun hat er die Schauspielerei entdeckt und ist in dem Drama 'Eine Million Minuten' an der Seite von Karoline Herfurth und Tom Schilling zu sehen. Wenn es nach ihm ginge, könnte es in die Richtung weitergehen. "Ich würde gerne mehr schauspielern, weil es mir so großen Spaß macht", betonte Rúrik Gíslason gegenüber 'Bild'.

Bild: picture alliance / AAPimages/Lueders | AAPimages/Lueders