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Radsport-Irrwitz: 88 Fahrer scheiden bei Etappe aus

Radsport-Irrwitz: 88 Fahrer scheiden bei Etappe aus
Radsport-Irrwitz: 88 Fahrer scheiden bei Etappe aus

Im spanischen Radsport gibt es derzeit viel Wirbel über ein Amateur-Rennen. 182 Fahrer sollten am vergangenen Samstag bei der fünften Etappe der Rundfahrt Torneo Interclubs del Vinalopó an den Start gehen.

Doch dann die Überraschung: Nur 140 Fahrer gingen an den Start und wiederum nur 52 Fahrer überquerten auch die Ziellinie.

Als möglicher Grund für den Ausfall von 88 Fahrern werden mögliche Dopingkontrolle im Ziel genannt. Das berichteten das Radsport-Portal Ciclo21 und der spanische Radiosender Onda Cero unter Berufung auf Fahrerkreise.

Radsport-Ass kritisiert eigene Kollegen

Laut Ciclo21 gaben viele Fahrer jedoch andere Gründe wie Reifenpannen oder Stürze an. Dies ließ jedoch durch Videos vom Rennen nicht beweisen.

Dementsprechend hagelt es nun Kritik. Auf Instagram beschwerte sich Álvaro Marza über die Geschehnisse. „Anti-Doping-Kontrolle in Villena = platte Reifen und Abbrüche. Das ist keine komplizierte mathematische Formel, aber es ist die harte Realität. Ich hoffe, dass Maßnahmen ergriffen werden, denn das ist ein Witz“, schrieb der Etappen-Achte und Zweite in der Gesamtwertung und ergänzte angesichts der drei Kontrollen: „Hoffentlich bekomme ich bald die Ergebnisse und kann sie veröffentlichen.“

Doch nicht nur Marza äußerte sich zum Thema Doping, sondern auch der Veranstalter des Rennens meldete sich zu Wort. „Der Torneo Interclubs Vinalopó ist stolz darauf, eine Veranstaltung zu sein, die für einen sauberen und fairen Radsport steht. Wir engagieren uns im Kampf gegen Doping und glauben, dass es wichtig ist, die Integrität des Sports zu erhalten und die Gesundheit der Radfahrer zu schützen“, betonten die Verantwortlichen.

Weiterhin hieß es: „Alle Teilnehmer der Veranstaltung werden vor und nach dem Rennen stichprobenartig Dopingkontrollen unterzogen. Wir wollen eine klare Botschaft an alle Teilnehmer und Radsportfans senden: Doping hat in unserem Sport keinen Platz.“ Über die Geschehnisse direkt äußerte sich der Veranstalter jedoch nicht.

Dieser Vorfall ist bei weitem kein Einzelfall. So komme es laut Ciclo21 häufiger vor, dass einige Fahrer nicht an den Start gehen, wenn es im Ziel Kontrollen der spanischen Kommission zur Bekämpfung von Doping im Sport (CELAD) gibt.