Rassismusvorwurf gegen die Königsfamilie? Prinz Harry rudert zurück

Prinz Harry bestreitet im ITV-Interview mit Tom Bradby, dass er und Herzogin Meghan die königliche Familie im Oprah-Interview des Rassismus beschuldigt haben.

Prinz Harry und Herzogin Meghan beim Interview mit Oprah Winfrey. (Bild: imago/ZUMA Press)
Prinz Harry und Herzogin Meghan beim Interview mit Oprah Winfrey. (Bild: imago/ZUMA Press)

Prinz Harry (38) äußerte sich im ITV-Interview mit Tom Bradby (55), das am Sonntag (8. Januar) ausgestrahlt wurde, und mit dem er für sein Buch "Reserve" ("Spare", Veröffentlichung am 10. Januar) warb, unter anderem auch zu einem der meistdiskutierten Momente des Interviews, das er und seine Frau Herzogin Meghan (41) im Frühjahr 2021 US-Talk-Ikone Oprah Winfrey (68) gegeben hatten. Im aktuellen Interview bestritt er nun, dass er und Meghan die königliche Familie damals des Rassismus beschuldigt hätten.

Diskussion um Archies Hautfarbe

Während des Oprah-Interviews behauptete Meghan, dass es "Bedenken und Gespräche darüber gab, wie dunkel Archies Haut sein könnte, wenn er geboren wird". Archie ist das erste gemeinsame Kind von Harry und Meghan. Er kam im Mai 2019 in London zur Welt.

Nach dem Oprah-Auftritt wurde Harrys Bruder Prinz William (40) von einem Reporter direkt gefragt, ob er sich zu den Behauptungen äußern wolle, woraufhin er antwortete: "Wir sind keine rassistische Familie."

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Bradby griff das Thema auf und sagte zu Harry: "In dem Oprah-Interview beschuldigen Sie Mitglieder Ihrer Familie des Rassismus..." Daraufhin widersprach der Herzog von Sussex: "Nein. Die britische Presse hat das gesagt. Hat Meghan jemals erwähnt, 'dass sie Rassisten sind'?" Bradby fasste daraufhin zusammen: "Sie sagte, dass es beunruhigende Kommentare über Archies Hautfarbe gab. Würden Sie das nicht als grundsätzlich rassistisch bezeichnen?"

Harry verneinte und erklärte, es gebe einen "Unterschied zwischen Rassismus und unbewusster Voreingenommenheit... die beiden Dinge sind unterschiedlich". Er fügte hinzu: "Wenn man als Einzelperson oder als Institution erkennt oder darauf hingewiesen wurde, dass man unbewusste Vorurteile hat, hat man die Möglichkeit, daraus zu lernen und zu wachsen... Andernfalls werden unbewusste Vorurteile zu Rassismus."

Vorfall im Palast, in den Lady Susan Hussey verwickelt war

Harry bezog sich in diesem Zusammenhang auch auf einen rassistischen Vorfall im Palast, in den Lady Susan Hussey, eine langjährige Hofdame der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022), verwickelt war. Ihr wurde vorgeworfen, rassistisch aufgeladene Fragen an Ngozi Fulani, die Gründerin der Wohltätigkeitsorganisation Sistah Space, gestellt zu haben, als diese an einem Empfang im Buckingham Palast zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen teilgenommen hatte. "Was Ngozi Fulani passiert ist, ist ein sehr gutes Beispiel für das Klima innerhalb der Institution", sagte Harry.

Er betonte auch, dass er und Meghan Lady Susan "lieben", die der Herzogin von Sussex Rat und Hilfe angeboten haben soll, als die zum ersten Mal der königlichen Familie beiwohnte. "Wir denken, dass sie großartig ist. Ich weiß auch, dass sie nie etwas Böses im Sinn hatte. Aber die Reaktion der britischen Presse und der Leute im Internet wegen der Geschichte waren schrecklich, absolut schrecklich", sagte er.

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