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Rom sucht Partnerschaft mit Afrika: Was steckt hinter dem Mattei-Plan?

In Italien hat die Regierung um Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den lang erwarteten Mattei-Plan vorgestellt – einer neu gestalteten wirtschaftlichen Partnerschaft Italiens mit Afrika.

Anlass war ein Gipfeltreffen in Rom, an dem mehr als zwei Dutzend führende afrikanische Politiker sowie Vertreterinnen der Europäischen Union teilgenommen haben. Die Eckpunkte des Plans, den Meloni als ehrgeizig und konkret beschrieb, umfassen Themen wie etwa Bildung, Gesundheit und Energie.

Der Kommissions-Präsident der Afrikanischen Union, Moussa Faki, forderte bereits eine baldige Umsetzung der Ideen. Afrika sei bereit, die Einzelheiten der Umsetzung des Plans zu diskutieren, so Faki. Er betonte aber, "dass den Worten auch Taten folgen müssen".

Melonis Regierung versucht, Italien als natürliche Brücke zwischen Afrika und Europa zu etablieren. Infolge der wirtschaftlichen Zusammenarbeit soll etwa auch die illegale Einwanderung nach Europa eingedämmt werden.

Doch das könnte ein Risiko sein. Die Konferenz hat gezeigt, dass Italien nicht allein handeln kann. Es muss nicht nur engere Beziehungen zu den afrikanischen Ländern knüpfen, sondern braucht auch die Unterstützung europäischer Institutionen.

Auch das Timing ist entscheidend. Es wird mehrere Jahre dauern, bis der Plan zu den gewünschten Ergebnissen führt. Deshalb muss Meloni sicherstellen, dass ihr Ansatz weit über ihre Regierungszeit hinaus Bestand haben wird.