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Russische Truppen werden von ihren eigenen Minen getötet, weil ihre Anführer nicht sagen wollen, wo sie sind, sagt die Ukraine

Ein Schild, das in der Nähe von Kiew, Ukraine, vor Minen warnt (aufgenommen am 28. Februar 2023). - Copyright: Yasuyoshi Chiba/AFP via Getty Images
Ein Schild, das in der Nähe von Kiew, Ukraine, vor Minen warnt (aufgenommen am 28. Februar 2023). - Copyright: Yasuyoshi Chiba/AFP via Getty Images

Das ukrainische Militär erklärt, dass russische Truppen durch ihre eigenen Minenfelder verletzt werden, weil ihre Befehlshaber deren Standorte nicht bekannt geben wollen. Diese Einschätzung wurde vom ukrainischen Militär in einem am Mittwoch veröffentlichten Update geäußert. Die Informationen wurden vom US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) in dessen täglichen Update in englischer Sprache wiedergegeben.

Dem ukrainischen Bericht zufolge wurde den Truppen, die in der Nähe der Stadt Cherson operieren, nicht mitgeteilt, wo sich die Minen befinden, da es sich um geheime Informationen handelt. Unter Berufung auf ukrainische Beamte erklärte das ISW, dass russische Einheiten sich weigern würden, Angriffe auf ukrainische Stellungen durchzuführen. Grund sei eine fehlende Koordinierung der Artillerie, der Übermittlung taktischer Informationen und einer angemessenen Kommunikation über die Lage der russischen Minenfelder.

50 Opfer im vergangenen Monat

"Der ukrainische Generalstab berichtete, dass Karten der russischen Minenfelder als geheim eingestuft sind und dass die russischen Kommandeure die Standorte dieser Minenfelder nicht ordnungsgemäß mit den Angriffseinheiten koordiniert haben, was im vergangenen Monat zu 50 Opfern unter den Einheiten der 810. maritimen Infanteriebrigade führte", so das ISW.

In dem Bericht heißt es, dass die Situation dort "weiterhin die russische Moral und die Kampffähigkeiten beeinträchtigt". Die ukrainischen Streitkräfte versuchen seit dem Sommer, die russischen Verteidigungsanlagen in der Südukraine zu durchbrechen. Der Fluss Dnipro bildet eine natürliche Trennlinie zwischen den beiden Seiten in der Region Cherson, die nur schwer zu überwinden ist.

Russland hat entlang der Frontlinie riesige Minenfelder angelegt

Russland hat zur Verteidigung seiner Stellungen entlang der Frontlinie riesige Minenfelder angelegt, die für die Ukraine ein großes Hindernis darstellen. Nach den neuesten Informationen stellen diese Minenfelder auch für die Russen ein Problem dar und schränken ihre Vormarschmöglichkeiten ein. Wie das Foreign Policy Research Institute im März feststellte, hat Russland immer wieder Probleme, weil es an effektiven Befehlshabern und militärischer Kommunikation mangelt.

In den vergangenen Wochen gelang den ukrainischen Streitkräften ein kleiner, aber wichtiger Durchbruch: Sie konnten sich am östlichen, von Russland besetzten Ufer des Dnipro festsetzen. Den russischen Streitkräften ist es weitgehend gelungen, die ukrainische Gegenoffensive vom Sommer abzuwehren. Der erfolgreiche Vorstoß in das von Russland besetzte Gebiet im Süden hat jedoch die Hoffnung geweckt, dass der Ukraine ein Durchbruch gelingen könnte, erklärten Analysten „CNBC“.

Dieser Artikel wurde von Victoria Niemsch aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.