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Söder zu Kanzlerkandidatur: «Stehe da nicht zur Verfügung»

Berlin/München (dpa) - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will nach eigenen Worten definitiv nicht Unions-Kanzlerkandidat zur Bundestagswahl werden. In der ZDF-Sendung «Markus Lanz» sagte Söder, der auch CSU-Chef ist, gestern Abend: «Für mich ist das Thema erledigt.» Seine Lebensaufgabe sei Bayern. Auf die Frage, ob er das Angebot zur Kanzlerkandidatur auch dann ablehnen würde, wenn es denn käme, sagte Söder: «Mal abgesehen davon, dass es nicht kommt: Ich stehe da nicht zur Verfügung.»

Aus heutiger Sicht habe CDU-Chef Friedrich Merz, der auch Vorsitzender der Union im Bundestag ist, die besten Chancen, sagte Söder mit Blick auf eine Kandidatur. «Wir arbeiten wirklich sehr, sehr gut zusammen. Das ist ein sehr gutes Miteinander.» Zusammen habe man die Union stabilisiert. «Deswegen ist er aus meiner Sicht natürlich zunächst mal der geborene Kandidat als Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender.» Am Ende entscheide zunächst die CDU, wen sie vorschlage, und dann entschieden die beiden Parteivorsitzenden.

Die nächste Bundestagswahl ist 2025. Vor der Bundestagswahl 2021 hatte der Machtkampf zwischen Söder und dem damaligen CDU-Chef Armin Laschet um die Kanzlerkandidatur fast zum Bruch der Union geführt - und letztlich dazu, dass nun mit Olaf Scholz ein Sozialdemokrat Kanzler und eine rot-grün-gelbe Regierung an der Macht ist.

In Umfragen steht die Union derzeit zwischen 27 und 31 Prozent - und damit deutlich vor der SPD mit bis zu 21 Prozent oder den Grünen mit bis zu 18 Prozent. In Bayern wird im Herbst ein neuer Landtag gewählt. Die CSU will Söder am Samstag zum Spitzenkandidaten küren.