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Ein Schokoladen-Traum: Das sind die DVD-Highlights der Woche

Willy Wonka (Timothée Chalamet) erträumt sich eine Welt, in der seine Schokolade unglaublich beliebt ist. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc./Jaap Buittendijk)
Willy Wonka (Timothée Chalamet) erträumt sich eine Welt, in der seine Schokolade unglaublich beliebt ist. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc./Jaap Buittendijk)

"Wonka", "One for the Road" und "Mein Sohn, der Soldat": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Eine Abenteuerwelt aus Schokolade, Karamell, Marzipan und Lakritz: In seinem Kinderbuch "Charlie und die Schokoladenfabrik" schuf Roald Dahl 1964 ein Eldorado für alle kleinen und großen Zuckerjunkies. Bereits 1971 brachte Mel Stuart eine erste Adaption des Romans in die Kinos, Dahl selbst schrieb damals am Drehbuch mit. Der Musicalfilm mit Gene Wilder als Willy Wonka genießt insbesondere in den USA bis heute Kultstatus. 2005 verfilmte Tim Burton den Stoff erneut (mit Johnny Depp in der Hauptrolle), seitdem ist die Wonka-Geschichte auch hierzulande einem größeren Publikum bekannt. In "Wonka" erzählen Paul King (Regie und Buch) und Simon Farnaby (Buch) nun die Vorgeschichte des Süßigkeitenerfinders. In die Rolle des jungen Willy Wonka schlüpfte Hollywood-Shootingstar Timothée Chalamet, der aktuell im Sci-Fi-Abenteuer "Dune 2" im Kino zu sehen ist. "Wonka" erscheint nun ebenso wie die Tragikomödie "One for the Road" mit Frederik Lau und der Kriegsfilm "Mein Sohn, der Soldat" mit Omar Sy auf DVD und Blu-ray.

Zweimal wurde die Roald-Dahl-Geschichte "Charlie und die Schokoladenfabrik" bereits verfilmt, nun bekommt der Protagonist mit "Wonka" ein Prequel spendiert. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc/Universal Pictures)
Zweimal wurde die Roald-Dahl-Geschichte "Charlie und die Schokoladenfabrik" bereits verfilmt, nun bekommt der Protagonist mit "Wonka" ein Prequel spendiert. (Bild: 2021 Warner Bros. Entertainment Inc/Universal Pictures)

"Wonka" (VÖ: 7. März)

Von der tiefen Verbitterung, von dem abgedrehten Jähzorn und dem absurden Zynismus, die Willy Wonka in Roald Dahls Originalgeschichte sowie in den bisherigen zwei Kinofilmen auszeichnen, ist der Protagonist in "Wonka" noch weit entfernt. "Ich habe sieben Jahre die Welt bereist und mein Handwerk perfektioniert. Ich bin eine Art Zauberer, Erfinder und Schokoladenmacher", stellt sich der junge Willy (Timothée Chalamet) mit großer Begeisterung vor. Von einer seiner Reisen hat er einen lustigen kleinen Oompa Loompa (Hugh Grant) mitgebracht. Und eine große Vision: Er will "das tollste Schokoladengeschäft" eröffnen, "das die Welt je gesehen hat". "Wonka" ist in erster Linie angelegt als ein zuckriges Filmerlebnis für die ganze Familie. Im Lauf der Geschichte wird Willy Wonka jedoch bald auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das gemeine "Schokoladen-Kartell", das dem aufstrebenden Süßwaren-Exzentriker seinen Erfolg nicht gönnt, möchte Willy Wonka so schnell wie möglich wieder aus dem Markt drängen ...

Preis DVD: circa 15 Euro

US/GB, 2023, Regie: Paul King, Laufzeit: 111 Minuten

Bei seinen MPU-Sitzungen trifft Mark (Frederick Lau) auf Helena (Nora Tschirner). Die beiden verstehen sich gut, Helena macht ihm aber auch klar: Wirklich vom Alkohol loszukommen, wird verdammt schwer. (Bild: Plaion Pictures)
Bei seinen MPU-Sitzungen trifft Mark (Frederick Lau) auf Helena (Nora Tschirner). Die beiden verstehen sich gut, Helena macht ihm aber auch klar: Wirklich vom Alkohol loszukommen, wird verdammt schwer. (Bild: Plaion Pictures)

"One for the Road" (VÖ: 7. März)

Mark Jung (Frederick Lau) ist ein Typ, wie es mutmaßlich viele gibt in Deutschland. Er arbeitet viel und trinkt zwischendurch gerne mal einen. Ab und zu trinkt er vielleicht auch mal einen zu viel. Bisher gab es damit nie Probleme, aber ohne Fahrerlaubnis steht er plötzlich vor einem Scherbenhaufen. Eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) steht an. Mark fügt sich nur murrend in sein Schicksal. Mit seinem Kumpel Nadim (Burak Yiğit) wettet er: "Ich trinke keinen Schluck Alkohol, bis ich meinen Führerschein wieder habe." Bei der MPU lernt er Helena (Nora Tschirner) kennen, die noch weniger Lust auf das alles hat und sicher ist: Länger als einen Monat wird er es nicht auszuhalten, ohne durchzudrehen. In der tragikomischen Geschichte "One for the Road" geht es nicht nur um den Verlust des Führerscheins, sondern um grundsätzliche Probleme, die Mark mit sich selbst hat. Um Freundschaft. Um Vereinsamung. Und natürlich auch um den allgemeinen Umgang der Gesellschaft mit dem Thema Alkohol. Von der deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) wurde "One for the Road" mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ausgezeichnet.

Preis DVD: circa 14 Euro

DE, 2023, Regie: Markus Goller, Laufzeit: 111 Minuten

In "One for the Road" spielt Frederick Lau einen jungen Mann, der wegen Alkohol am Steuer seinen Führerschein verliert.  (Bild: Plaion Pictures)
In "One for the Road" spielt Frederick Lau einen jungen Mann, der wegen Alkohol am Steuer seinen Führerschein verliert. (Bild: Plaion Pictures)

"Mein Sohn, der Soldat" (VÖ: 8. März)

Seinen großen Durchbruch feierte Omar Sy mit dem auf Tatsachen beruhenden Leinwandhit "Ziemlich beste Freunde" (2011), jüngeren Zuschauern dürfte er vor allem als Meisterdieb in der beliebten Netflix-Serie "Lupin" (seit 2021) bekannt sein. In "Mein Sohn, der Soldat" widmet er sich einem eher unbekannten, düsteren Kapitel der französischen Kolonialgeschichte: Weil das französische Heer 1917 dringend Nachschub benötigt, werden in Westafrika kampffähige Männer zwangsrekrutiert, darunter auch der 17-jährige Thierno Diallo (Alassane Diong). Sein von Sy gespielter Vater Bakary meldet sich daraufhin freiwillig und will seinen Sohn aus den Fängen der Armee befreien. Gemeinsam kommen sie nach Frankreich, wo Thierno jedoch in den Bann des Lieutenants Chambreau (Jonas Bloquet) gerät. Ob beide das Grauen des Krieges überleben und in die Heimat zurückkehren können?

Preis DVD: circa 15 Euro

FR/SN, 2022, Regie: Mathieu Vadepied, Laufzeit: 100 Minuten

Bakary Diallo (Omar Sy, hinten) will seinen zwangsrekrutierten Sohn Thierno (Alassane Diong) vom Schlachtfeld retten. (Bild: Marie-Clémence DAVID / Light Motiv / Weltkino / Leonine)
Bakary Diallo (Omar Sy, hinten) will seinen zwangsrekrutierten Sohn Thierno (Alassane Diong) vom Schlachtfeld retten. (Bild: Marie-Clémence DAVID / Light Motiv / Weltkino / Leonine)