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Schottischer Wildlachs schwer gefährdet

Hunderttausende junge Atlantiklachse wanderten früher aus den schottischen Flüssen ins Meer, ein Viertel kehrte zum Laichen in ihre Heimatflüsse zurück. Der Rückgang des Bestandes begann Mitte der 80er Jahre, heute liegt er bei nur noch etwa vier Prozent. Fischer und Umweltschützer in den schottischen Highlands sehen dringenden Handlungsbedarf, will man den Lachs noch retten.

Seit seiner Kindheit fischt Ian Gordon in der Nähe von Inverness - er glaubt, dass das Rückgang an der Überfischung der Heringsbestände liegt.

Früher gab es reichlich Hering, auf die ware alle anderen Arten angewiesen. Seit die Heringe abgefischt sind, sind die Lachse selbst zur Beute geworden. Der Kreislauf wird gestört, wenn eine Art aus dem Ökosystem verschwindet.

Die Überfischung des Herings ist ein Grund, aber auch der Klimawandel und die massive Entwaldung Schottlands macht es den Lachsen schwer. Schottland hat in den letzten Jahrhunderten durch Landwirtschaft, Industrie und Kriege etwa 95 Prozent seines Baumbestands verloren.

Lachse brauchen kühles Wasser, um zu überleben und fortzupflanzen. Baumbewuchs und eine größere Fließgeschwindigkeit halten das Wasser relativ kühl. Deshalb brauchen wir dringend Baumpflanzungsprogramme in den Oberläufen aller Flüsse in Schottland.

200.000 Bäume haben die Fischereibehörden entlang der Flussufer gepflanzt, bis 2035 sollen es eine Million werden.