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Schweden bereitet Stationierung von Truppen in Lettland vor

In Lettland laufen die Vorbereitungen für die Zeit nach dem NATO-Beitritt Schwedens. Zwar ist der Beitrittsprozess noch nicht abgeschlossen, doch Stockholm handelt bereits aktiv wie ein Bündnispartner. Schweden wird in Lettland im Rahmen der „Enhanced Forward Presence“ der NATO ein Panzerbatallion stationieren.

Die NATO bereitet die Unterbringung der schwedischen Truppen vor.

Camp Valdemar auf dem Militärstützpunkt Ādaži außerhalb von Riga, wo derzeit die 750 dänischen Soldaten des dänischen Bataillons stationiert sind, wird für die Schweden umgebaut. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Für Lettland ist die schwedische Präsenz wichtig: „Schweden trägt nicht nur mit militärischen Mitteln bei, sondern leistet auch im politisch-militärischen Bereich einen Beitrag zur Verteidigung der NATO-Länder im Ostseeraum“, betont Oberst Oskar Kudlis, Kommandeur der Panzergrenadiertruppe des lettischen Heeres.

Bei der „Enhanced Forward Presence“ handelt es sich um eine von Kanada geführte multinationale Taskforce, die die allererste Verteidigungslinie gegen eine mögliche russische Invasion in den baltischen Ländern bilden soll. Das schwedische Bataillon wird alle sechs Monate mit einer ähnlich großen dänischen Einheit rotieren.

Beim NATO-Manöver „Steadfast Defender 2024“, dem größten seiner Art seit der Zeit des Kalten Krieges ist Schweden bereits „Vollmitglied“.

„Steadfast Defender“ ist eine Reihe von Übungen, mit denen die Fähigkeit der Alliierten getestet werden soll, Truppenbewegungen und Operationen über mehrere Regionen hinweg zu koordinieren. Die Übungen finden in verschiedenen NATO-Ländern statt und dauern bis Mai. Beteiligt sind 90.000 Soldaten aller 31 Alliierten und Schwedens.