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Bei seinem größten Triumph erinnert er an einen toten Freund

Bei seinem größten Triumph erinnert er an einen toten Freund
Bei seinem größten Triumph erinnert er an einen toten Freund

Es war der Höhepunkt seiner sportlichen Karriere, den Manuel Feller am Wochenende feiern durfte.

Als Sieger der kleinen Kristallkugel im Slalom war das österreichische Ski-Alpin-Ass nach der Absage von Kranjska Gora schon vorher festgestanden. Beim Heimrennen in Saalbach-Hinterglemm hatte der erfolgreiche Konkurrent des deutschen Kitzbühel-Siegers Linus Straßer nun Gelegenheit, den Triumph auch auszukosten.

Der 31-Jährige sprach von einem „der schönsten Momente meines Lebens“, schöner als das WM-Silber 2017, geschlagen nur von der Geburt seiner beiden Kinder. In die Freude mischten sich bei Feller jedoch auch Tränen der Trauer: Auf seiner Ehrenrunde mit der Kugel im Zielstadion hielt Feller inne und malte mit seiner rechten Hand den Namen eines jung verstorbenen Freundes in den Schnee.

Slalom-Sieger Manuel Feller denkt an toten Freund

„Mathi“ lautete der Name des toten Weggefährten. Den anwesenden Medien erklärte Feller unter Tränen: „Das war der Name von einem Freund von mir, der vor eineinhalb Jahren zwei Tage vor Sölden verstorben ist. Seine zwei Brüder waren auch da, das sind auch gute Freunde von mir. Ich wollte einfach einen kurzen Moment mit ihm teilen.“

Der verstorbene Kumpel habe mit dem Ski-Zirkus nichts zu tun gehabt, berichtete Feller, sei „mehr Skater und Snowboarder“ gewesen: „In der Musik hat er mich sehr geprägt, und er war der Zusammenhalt von unserem ganzen Freundeskreis und hat mich massiv in meiner Persönlichkeit geprägt. Ich wäre definitiv nicht die Person, die ich heute bin, wenn er nicht gewesen wäre.“

Fellers Haare sind ab

Für Feller war die Krönung in Saalbach-Hinterglemm in mehr als einer Hinsicht emotional: „Es gibt nichts Schöneres, als so einen Moment zu Hause vor heimischem Publikum, noch dazu mit 15 km Luftlinie von meinem Heimatort.“

Feller ist in Fieberbrunn aufgewachsen, in unmittelbarer Nähe des bekannten Wintersportorts: „Wenn man ein Buch schreibt, würde man es wahrscheinlich genau so schreiben.“ Nicht zuletzt deshalb ließ es Feller sich nicht nehmen, den großen Moment ausgiebig zu feiern: „Für die Party habe ich mein Leben lang trainiert.“

Kurze Einblicke der Party gewährte er in seiner Instagram-Story, in der man den Österreicher mit einem Strohhalm aus der kleinen Kristallkugel trinken sieht. Ebenfalls auffällig: Seine Frisur. Denn statt offenem Haar trug er Zöpfe. Kurz darauf trennte sich der Österreicher dann von seiner Haarpracht.

„Es ist eine sehr private Geschichte, die wir bei einer kleinen internen Feier im Hotelzimmer unserer Physios zelebrieren“, hatte Feller vorab bereits erzählt: „Ich habe das vor viereinhalb Jahren schon gemacht, dass ich meine Haare für eine Echthaarperücke gespendet habe.“ Dasselbe habe er nun auch vor.

Einen weiteren Vorzug des neuen Looks nannte Feller auch: „Vielleicht erkennen mich nach dem Haarschnitt nicht so viele.“