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Shootingstar überrascht mit Essens-Geheimnis

Deniz Undav zählt zu den besten Spielern der laufenden Bundesligasaison. 13 Tore und fünf Assists gelangen dem Stürmer in 17 Ligaspielen, eine erste Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft liegt nahe.

Wie der 27-Jährige in einem Interview verriet, lief sein Leben aber nicht immer so rosig wie derzeit. Undav beschrieb Monate in seinem frühen Erwachsenen-Alter, in denen er mit nur rund 100 Euro auskommen musste - und deshalb zu Sparmaßnahmen beim Thema Ernährung griff.

„Ab der zweiten oder dritten Woche gab es dann häufig nur noch Toast und Krautsalat und ab und zu Mayonnaise, wenn ich einen guten Monat hatte“, sagte Undav der Sport Bild.

Er fuhr fort: „Davon habe ich mich teilweise zwei Wochen ernährt. Am Monatsbeginn habe ich mir immer drei, vier Kisten Wasser gekauft. Die Pfandflaschen wurden nicht weggeworfen, sondern gesammelt. So ging es ein, eineinhalb Jahre.“

Undav: „Habe genau im Kopf, wie hart es für mich war“

Nach der Schule entschied sich Undav zu einer Ausbildung zum Maschinenführer, zuvor habe ihm seine finanzielle Situation Probleme bereitet.

„Meine Eltern haben meine Miete gezahlt, das Bahnticket musste ich selbst zahlen. Ich musste mit 100 Euro jeden Monat klarkommen. Jetzt ist es eine ganz andere Welt, dennoch verliere ich den Bezug zu Geld nicht“, erläuterte der VfB-Stürmer. „Ich habe genau im Kopf, wie hart es für mich war, zwei Wochen lang oft nur Toastbrot und Krautsalat zu essen, weil ich kein Geld hatte.“

Über den TSV Havelse, Braunschweig, Meppen, Saint-Gilloise und Brighton & Hove Albion gelang Undav der Schritt in die Bundesliga, von welchem er bereits als Kind geträumt hatte. In der Jugend wurde er bei Werder Bremen aussortiert - nun könnte er im Sommer als Sturmhoffnung für Deutschland auflaufen.