Simone Biles kehrt zu Olympia zurück - und holt Medaille

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Simone Biles ist zurück im sportlichen Rampenlicht. (Bild: imago images/AFLO)
Simone Biles ist zurück im sportlichen Rampenlicht. (Bild: imago images/AFLO)

Simone Biles (24) ist zurück - und holt gleich eine Medaille in Tokio. Die Turnerin, die sich zunächst wegen mentaler Probleme von den Olympischen Spielen zurückzog, trat nun am Schwebebalken an. Mit 14.000 Punkten gewann Biles die Bronzemedaille. Gold und Silber ging an die Chinesinnen Guan Chenchen (16) und Tang Xijing (18). Erst 24 Stunden vor dem Finale hatte der US-Turnverband Biles' Teilnahme gemeldet.

Simone Biles hatte beim Teamfinale nach der ersten von vier Übungen abgebrochen und eine Pause angekündigt. Die Athletin, die für viele Beobachter als die beste Turnerin aller Zeiten gilt, hatte die Wettbewerbe im Einzel- und Mehrkampf-Finale und die Entscheidungen beim Sprung, am Stufenbarren und am Boden ausgesetzt.

Aufmerksamkeit für mentale Gesundheit

Als Grund für ihren Rückzug hatte Biles mentale Probleme genannt, nachdem der Verband zunächst von medizinischen Ursachen gesprochen hatte. "Mein Geist und mein Körper sind einfach nicht im Einklang" schrieb sie. Sie sprach von "Twisties", wie im Turnsport der USA mentale Blockaden bei Übungen und Schwierigkeiten bei der Orientierung bei Schrauben in der Luft genannt.

Für ihre Offenheit und den Mut, ihre mentalen Probleme öffentlich zu machen, bekam Biles breite Zustimmung, unter anderem von der ehemaligen First Lady Michelle Obama (57) und dem Ex-Schwimmstar Michael Phelps (39), der mit Depressionen zu kämpfen hatte.

Biles sagte selbst über das Thema mentale Gesundheit im Sport: "Ich finde, man sollte viel mehr über das Thema psychische Gesundheit sprechen, vor allem bei Sportlern, denn ich weiß, dass einige von uns dasselbe durchmachen, und man sagt uns immer, wir sollen uns durchbeißen, aber wir können für uns selbst sprechen. Letzten Endes sind wir nicht nur Unterhaltung."

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