Sing meinen Song, Folge 8: Am Ende sind alle Gewinner

Mark Forster und Mary Roos beendeten mit ihrem Auftritt die aktuelle „Sing meinen Song“-Staffel. (Bild: MG RTL D/Markus Hertrich)

Die letzte Folge der aktuellen „Sing meinen Song“-Staffel stand unter dem Motto „Duette“. Statt gegeneinander anzutreten hatten die Stars also noch einmal reichlich Gelegenheit, sich gegenseitig zu feiern.

Die Geschichte des Abends
Da es vorrangig darum ging, die Highlights der vergangenen Folgen Revue passieren zu lassen, kam wenig zur Sprache, was man nicht vorher schon gehört hat. Doch am Ende war die beste Geschichte wieder eine über Pflanzen: Nachdem Mary Roos schon vor einigen Folgen erklärte, dass sie im Wald schreie und Bäume umarme, wenn es ihr schlecht gehe, outete sich auch Leslie Clio als Pflanzenflüsterin: „Pflanzen leben genauso wie Menschen und Tiere. Man merkt das, wenn man sie mit Liebe gießt oder mit Hass gießt, das macht was mit Pflanzen“, berichtete sie. Doch die wahre Pflanzen-Expertin bleibt Roos: Ihre Mutter hat eingehende Pflanzen beschimpft – „und die hat jede Pflanze wiedergekriegt“, verriet sie.

Rea Garvey & Johannes Strate mit „Supergirl“
Man merkt: Auf die Darbietung der Strate-Version von „Supergirl“ haben sich die beiden Sänger nicht übermäßig gut vorbereitet. Kaum auf der Bühne, diskutierten sie erst einmal darüber, wer denn nun welche Zeile singen soll. Kein Wunder – wie sie verrieten, haben sie statt zu proben lieber Whiskey getrunken. Die Performance des düster groovenden Songs flutschte dann trotzdem ohne Probleme und war der große Versöhnungsakt zwischen Garvey und Strate, die sich zuvor immer wieder kleine Hahnenkämpfe geliefert hatten.

Mark Forster & Judith Holofernes mit „Kogong“
Mit Forster und Holofernes kam ganz viel Liebe auf die Bühne. Die beiden umarmten sich mehrmals während ihres Auftritts und zeigten sich sehr emotional. „Mit Mark zu singen, ist wie in eine warme Badewanne zu steigen“, schwärmte die frühere „Wir sind Helden“-Sängerin anschließend. Weil es beiden so gut gefallen hat, wird mal eben eine neue Band gegründet, „Fosterfernes“ soll die heißen. Man darf gespannt sein.

Rea Garvey beeindruckte Judith Holofernes mit seinen Deutschkenntnissen. (Bild: MG RTL D/Markus Hertrich)

Marian Gold & Mary Roos mit „I Die For You Today“
Über seinen eigenen Schatten musste Alphaville-Frontmann Marian Gold springen: Der hasst nämlich Duette und hat sich geschworen, niemals mit einer Frau zu singen. Aber Mary Roos kann eben keiner widerstehen und so kam es zu einer Weltpremiere: Zusammen performten die beiden „I Die For You Today“ und schmachten sich ordentlich an. Wie sich herausstellt, waren Golds Zweifel unbegründet, denn das funktionierte erstaunlich gut.

Marian Gold & Leslie Clio mit „Song For No One“
Weil es dem Sänger dann anscheinend doch so viel Spaß gemacht hat, mit einer Frau zu singen, trat er gleich noch mal mit einer auf und war damit der einzige Künstler des Abends, der zwei eigene Songs darbieten durfte – vermutlich der Weltstar-Bonus. In Leslie Clios aufgefrischter Version von „Song For No One“ drehte Marian Gold richtig auf und tanzte sogar, nicht zuletzt beflügelt vom Swag und der Leichtigkeit seiner Gesangspartnerin Clio.

Johannes Strate & Mary Roos mit „Spinner“
Die Stimmung wurde immer ausgelassener, was vielleicht auch am regen Alkoholkonsum des Abends gelegen haben könnte. „Wenn diese Sendung eine Woche länger gedauert hätte, wäre ich Vollalkoholiker geworden“, bemerkte Mary Roos zwischendurch. Dem (Stimmungs-)Pegel entsprechend war dann auch die Performance von ihr und Revolverheld-Fronter Strate eine einzige Party, bei der ausgelassen rumgealbert wurde.

Leslie Clio & Mark Forster mit „I Couldn’t Care Less“
Das Feuerwerk der guten Laune ging weiter mit Clio und Forster, die den wohl energischsten Auftritt des Abends hinlegten. Das Duett der beiden wirkte absolut authentisch und natürlich, weil diese Paarung einfach Sinn ergibt: Einen gemeinsamen Song der jungen Pop-Künstler kann man sich ohne Probleme im Radio vorstellen.

Marian Gold schaute sich ein paar Moves bei Leslie Clio ab. (Bild: MG RTL D/Markus Hertrich)

Judith Holofernes & Rea Garvey mit „Guten Tag“
Der gemeinsame Auftritt der beiden Musiker war zwar nicht das musikalische Highlight des Abends, vielmehr ging es hier aber eh darum, dass Garvey noch mal richtig mit seinen Deutschkenntnissen glänzen konnte. Als gebürtiger Ire hat er sich einen der schwierigsten Wir-sind-Helden-Texte ausgesucht. Die entsprechende Konzentration darauf merkte man ihm auch an, Spaß hatten er und Holofernes dennoch bei der Sache.

Mary Roos & Mark Forster mit „Nur die Liebe lässt uns leben“
Das große Finale der Sendung gehörte natürlich Grand Dame und Staffel-Liebling Mary Roos. Ihr Eurovision-Erfolg „Nur die Liebe lässt uns leben“ war ein großer und würdiger Abschluss und die Chanteuse harmonierte grandios mit Forster. Spätestens hier wurde deutlich, wie allen Teilnehmern die Last der Performances von den Schultern fiel – jetzt galt es nur noch, zu feiern.

Die Konfetti-Kanone:
Gab es diesmal gleich in fünffacher Ausführung: Zum feierlichen Abschluss gab es einen wahrhaften Konfettiregen auf der Bühne (auch wenn Rea Garvey seine Kanone aus Versehen nach unten zündete). Eine beste Performance wurde an diesem Abend nicht gewählt, denn am Ende waren alle Gewinner.

Die besten Tweets des Abends: