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"Ich singe wie ich küsse": Herbert Grönemeyer bei "3nach9" über seine Aussprache

Undeutliche Aussprache? Herbert Grönemeyer konnte über das Thema bei Giovanni di Lorenzo und "3nach9" lachen. (Bild: Radio Bremen / Matthias Hornung)
Undeutliche Aussprache? Herbert Grönemeyer konnte über das Thema bei Giovanni di Lorenzo und "3nach9" lachen. (Bild: Radio Bremen / Matthias Hornung)

Etwas zu nuscheln, das gehört zu Herbert Grönemeyers Markenzeichen. Im Radio Bremen-Talk "3nach9" hatte der populäre Sänger zwei unterhaltsame Anekdoten zu seiner teils undeutlichen Aussprache parat - und zog diesbezüglich einen interessanten Vergleich.

Seit Jahrzehnten gehört er zu den ganz Großen des deutschen Musikgeschäfts, mit "Das ist los" veröffentlichte er kürzlich sein 16. Studioalbum: Herbert Grönemeyer gab kürzlich bei "3nach9" gleich zwei musikalische Kostproben aus seinem neuen Werk. Natürlich stand der 66-Jährige im TV-Talk auf Radio Bremen auch Gastgeber Giovanni di Lorenzo Rede und Antwort, unter anderem zu seinen teils etwas undeutlich artikulierten Liedtexten. "Ich singe halt wie ich auch küsse", fasste er zusammen. "Ich meine, ich sing' nicht deutlich, ich küss' auch nicht deutlich - aber hoffentlich manchmal gut."

Zur Thematik hatte der Sänger zwei launige Anekdoten im Gepäck. So berichtete Grönemeyer davon, dass sein Hit "Männer" nicht im Radio gespielt wurde, als er erschien. "Wegen welcher Zeile?", wollte di Lorenzo daraufhin wissen. "Nee", erwiderte Grönemeyer lachend. "Die haben gesagt, sie verstehen den Text nicht." Im Laufe des Gesprächs kam die Thematik undeutliche Aussprache erneut auf, als Grönemeyer ein Treffen mit seiner damaligen neuen Plattenfirma beschrieb. Dabei ging es um den Song "Flugzeuge im Bauch".

Mit "Das ist los" veröffentlichte Herbert Grönemeyer kürzlich sein 16. Studioalbum. (Bild: Radio Bremen / Matthias Hornung)
Mit "Das ist los" veröffentlichte Herbert Grönemeyer kürzlich sein 16. Studioalbum. (Bild: Radio Bremen / Matthias Hornung)

"Wir mischen nochmal neu": Wie Grönemeyer den Marketingchef reinlegte

"Da saß der Plattenchef mit seinem Marketingchef am Schreibtisch und ich saß hinten mit meinem Soundmixer", beschrieb der Sänger die Szenerie. "Und sie haben sich die Textpassage 'Schatten im Blick' angehört. Da hat der eine gesagt, 'Verstehst du was?' Und der andere hat gesagt 'Nee, Du?'. Und da habe ich gesagt: 'Gut, wir mischen das nochmal neu.'"

Dann sei es für Grönemeyer und den Toningenieur nicht wie geplant ins Studio gegangen, sondern für einen Kaffee und eine Frikadelle in die Kantine der Plattenfirma. Zwei Stunden später kam er zurück und habe dem Plattenchef erzählt, sie hätten den Song neu gemischt. Dann habe er den Song einfach ein zweites Mal abgespielt, was scheinbar überhaupt nicht auffiel. "Ja, jetzt versteh' ich alles, ist ja wunderbar!", sei das Feedback des Marketingchefs gewesen.