So werden Sie überflüssigen Schnickschnack los

Auf eBay und anderen Online-Plattformen lassen sich alte Gegenstände gewinnbringend verkaufen

Der Teufel steckt im Keller. Sagt zumindest der Heilige Vater - sinngemäß. Als Papst Franziskus Anfang des Jahres vor knapp sechs Millionen Gläubigen predigte, geißelte er die Beschäftigung mit "Schnickschnack". "Der Teufel ist der Vater der Lügen", sagte Franziskus also. "Er lenkt uns ab mit dem Köder kurzlebiger Vergnügen, oberflächlichen Zeitvertreibs. Und so vergeuden wir unsere gottgegebenen Geschenke, indem wir uns mit Schnickschnack beschäftigen." Und wenn wir uns mit dem Schnickschnack nicht mehr beschäftigen, verstopft er unsere Keller.

Deshalb - nicht nur im Sinne des Karmas - sollten wir das neue Jahr damit beginnen, uns von überflüssigem Krempel zu trennen. Dabei können wir es uns zu Eigen machen, dass immer noch ein guter Teil der Gesellschaft sein Geld "für Spiel und Getränke verschwendet", wie es der Papst sagte. Also ab mit dem Schnickschnack auf eBay, Rebuy und Co. - Seele reinigen, Geldbeutel füllen.

eBay (Kleinanzeigen)

Der Platzhirsch der Online-Flohmärkte bedarf eigentlich keiner Erklärung mehr: Artikel fotografieren, Bild hochladen, versteigern oder verkaufen, kassieren, verschicken. Gerade Letzteres kann aber bei größeren Produkten schnell zum teuren Problem werden. Zudem wird beim klassischen eBay eine Gebühr fällig, die sich nach dem Verkaufspreis richtet. Wer also schnell seinen Keller entrümpeln möchte, ist bei eBay Kleinanzeigen besser aufgehoben. Auch hier erwartet User der gewohnte eBay-Komfort - mit sehr überschaubarem Aufwand können Annoncen aufgegeben werden, den überflüssigen Gegenstand kann man dann einfach vom Käufer abholen lassen. Der Preis lässt sich festlegen oder aushandeln. Laut eines Tests bei "gutscheinpony.de" wirft eBay Kleinanzeigen zudem den meisten Gewinn im Vergleich mit anderen Verkaufsportalen ab.

Shpock

Ebenfalls nach dem Flohmarkt-Prinzip funktioniert Shpock - bis vor Kurzem war das kostenlose Kleinanzeigen-Programm nur als App für mobile Geräte erhältlich, mittlerweile lässt sich Shpock auch ganz normal am PC über den Browser nutzen. Mittels Knopfdruck werden in wenigen Sekunden alle Angebote von Verkäufern im Umkreis des Users angezeigt - sortiert nach Entfernung und Kategorie. Ähnlich schnell lässt sich ein Artikel einstellen: Einfach Foto machen, kurzer Text dazu mit gewünschtem Preis und schon ist das Angebot für jeden in der Nähe ersichtlich. Die Anmeldung funktioniert auch über den Facebook-Account. Manko: Es gibt noch kein Bewertungssystem, das unseriöse Anbieter sofort enttarnen würde.

Zoxs

Eignen sich eBay Kleinanzeigen und Shpock vor allem für alte Möbel, Kleidung oder Haushaltsgegenstände, empfiehlt sich ein Verkaufsportal wie Zoxs etwa für alte Bücher, Smartphones, DVDs und Games. Mehreren Erfahrungsberichten im Netz zufolge hat der Ankaufdienst häufig bessere Preise als die Konkurrenz. Ansonsten funktioniert alles wie immer: Artikel oder Barcode eingeben, einpacken, verschicken, Geld kassieren. Mittels einer App für iOS und Android lassen sich Waren auch einscannen. Ab 30 Euro Ankaufswert bezahlt Zoxs den Versand, ansonsten lässt sich ein Paketaufkleber drucken, der mit einem Euro zu Buche schlägt und am Ende von der Rechnung abgezogen wird.

Rebuy und Co.

Ganz ähnlich laufen Deals auch bei Rebuy. Seit 2007 können Kunden im Ankauf-Shop gebrauchte Bücher, CDs, Videospiele, Handys etc. loswerden. Wer etwas loswerden möchte, trägt einfach die EAN-, ISBN-Nummer, den Namen des Spiels, Film- oder Buchtitels in die Suchmaske ein und erhält einen Preisvorschlag, für den Rebuy das Produkt ankauft. Das Ganze geht auch per Barcode-Scan durch die Rebuy-App. Danach geht es über einen Klick auf die "Versandbox" zur Auswahl des Versandweges. Ab einem Warenwert von 10 Euro können Kunden das Paket kostenfrei von DHL abholen lassen, alle anderen müssen zur nächsten Hermes- oder Post-Filiale. Sobald die Ware bei Rebuy angenommen wurde, wird der Betrag dem Kundenkonto gutgeschrieben. Von dort aus können sich Nutzer ihr Guthaben entweder auf ihr Bankkonto auszahlen lassen oder mit dem nächsten Einkauf verrechnen lassen.

Beinahe identisch ist die Handhabung bei Momox. Am besten die Preise für den zu verkaufenden Artikel auf beiden Portalen vergleichen und sich für das bessere Angebot entscheiden.

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