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So hat sich die Mediennutzung in Deutschland verändert

Die Deutschen nutzen Medien heutzutage anders, als sie es noch vor einigen Jahren getan haben, das geht aus aktuellen Umfragen hervor. Aber wie genau hat sich der Konsum verändert, was wird immer noch gerne genutzt - und was nicht mehr?

Zeitung
Lesen Sie noch klassische Zeitungen? (Symbolbild: Getty)

Statista befragte knapp 6.000 Deutsche zwischen 16 und 84 Jahren über ihren Medienkonsum in den letzten zwölf Monaten. Dabei wurde deutlich, dass klassische Medien immer mehr an Reichweite verlieren, denn im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage mit knapp 2.600 Menschen aus dem Jahr 2021 ist der Anteil derjenigen, die noch Printmedien nutzen, stark gesunken.

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Infografik: Print-Reichweite schrumpft | Statista
Infografik: Print-Reichweite schrumpft | Statista

Beispielsweise gaben 2023 nur noch 39% an ein den letzten zwölf Monaten ein Buch gelesen zu haben, vor zwei Jahren waren es noch 46%. Ebenso lesen weniger Menschen gedruckte Tageszeiten (30% anstatt 37%), Zeitschriften (25% anstatt 35%) und Wochenzeitungen (21% anstatt 25%).

Im Gegensatz dazu wuchs die Leserschaft bei den digitalen Medien: Sowohl Zeitschriften-Webseiten und E-Paper, als auch Audiobücher und Podcasts gewannen in den zwei Jahren an Beliebtheit und wurden bei der Umfrage häufiger genannt. Der große Gewinner unter den Moderenen Medien sind die Nachrichten-Webseiten und Zeitungs-E-Paper, sie konnten sich von 33% auf 42% steigern.

Leserschaft der Bild-Zeitung schrumpft deutlich

Infografik: BILD erreicht
Infografik: BILD erreicht

Weitere Daten einer Axel-Springer Marktforschung betätigen diesen Trend. Während vor fünf Jahren noch rund 1,4 Millionen Exemplare der Bild-Zeitung pro Ausgabe im Einzelverkauf abgesetzt wurden, waren es im ersten Quartal 2023 nur noch 764.688 Exemplare - ein deutlicher Trend nach unten. Die Reichweite von Deutschlands größter Zeitung schrumpfte innerhalb der letzten fünf Jahre von fast zehn Millionen Menschen auf zuletzt 7,4 Millionen Leser*innen.

Bei diesen Entwicklungen ist es kein Wunder, dass viele Medienhäuser mit Umstrukturierungen oder Stellenabbau reagieren. So verkündete Axel Springer im Februar diesen Jahres beispielsweise eine neue Digitalstrategie. In Zukunft will der Konzern darauf hinarbeiten, sich vom gedruckten Zeitungsgeschäft zu verabschieden und ein reines Digitalunternehmen zu werden - ob es andere Medien Springer gleichtun werden, bleibt abzuwarten.