So verabschiedet Paddington Bär seine Freundin, die Queen

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Der Tod von Queen Elizabeth II. bewegt die ganze Welt. Nun verabschiedete sich auch eine andere britische Ikone von der Königin. Doch längst nicht alle trafen den Ton so gut, wie der kleine Bär.

Paddington Bär vor der St Paul's Cathedral in London. (Bild: REUTERS/Simon Dawson)
Paddington Bär vor der St Paul's Cathedral in London. (Bild: REUTERS/Simon Dawson)

Bereits kurz nachdem der Buckingham Palast den Tod der Queen offiziell verkündet hatte, begannen die Beileidsbekundungen und Verabschiedungen in allen Formen. Doch kaum einer traf den Ton so rührend, wie ein kleiner Bär, der sich als Freund der Königin bezeichnete.

"Danke für alles"

Paddington Bär schrieb in dem einfachen Tweet: "Thank you Ma’am, for everything." - "Danke Ma'am, für alles". Der Tweet wurde bis zum Morgen nach ihrem Tod bereits mehr als 750.000 mal geliked. Mehr als 120.000 mal wurde der Tweet inzwischen geteilt.

Bereits beim 70-jährigen Thronjubiläum der Queen hatte Paddington Bär eine Rolle gespielt. Der knuffige Paddington durfte in einem niedlichen Video einen CreamTea mit Elizabeth II. in Buckingham Palace einnehmen. Dabei teilen die beiden britischen Ikonen sogar ein traditionelles Marmeladen-Sandwich. Schon da verabschiedete der Bär sich von seiner Freundin mit: "Thank you for everything".

Doch längst nicht alle trafen den Ton so gut, wie die fiktionale Kinderbuchfigur Paddington. Nahezu jedes Unternehmen postete zum Tod der Queen. Bei vielen User*innen kamen die Tweets eher gemischt an. Schnell wurden die misslungenen Beispiele auf Twitter geteilt. Den Anfang mache der Autor Séamas O'Reilly und teilte den Tweet von Playmobil, ein schwarzweißes Bild einer Plastik-Queen. "Es ist schwer gerade deshalb nehm ich jedes und vor allem die verrücktesten Tribute an Ihre Majestät, die ihr in freier Wildbahn gefunden habt," schrieb O'Reilly dazu.

Dabei gab es kaum ein Limit. Kekshersteller, Lingeriefirmen und Supermarktketten posteten Beiträge. Sogar die Handyklingelton-Figur Crazy Frog meinte, sich von der Queen verabschieden zu müssen.

Pizzalieferanten wie Domino's und Pizza Express veröffentlichten Posts zum Tod der Königin. Selbst der Britische Kebab Award postete ein Tribute für die Queen.

Geschmacklos fanden auch viele den Post des Urlaubsunternehmens Thomas Cook. Dort wünschte man der Queen eine "sichere Reise".

Besonders ironisch fanden viele User*innen auch, dass die Erfolgsmusicals "Les Miserables" und "Hamilton" Tweets posteten. Denn in beiden Stücken geht es um die Abschaffung der Monarchie.

Die Krone (im wahrsten Sinne des Wortes) setzte dem Ganzen vermutlich die Sport-App "Clutch Points" auf. In einer eigens erstellten Grafik schauen Sportler*innen verschiedener Sportarten zu einer Himmelstreppe hinauf, auf der die Queen steht. "Der endgültige Abschied der Queen" stand darunter zu lesen.

User Elliot Higgins, der diesen Tweet teilte, schrieb dazu eine wahrhaft sinnvolle Empfehlung für alle Markenmanager*innen: "Nicht zu tweeten ist immer eine Option." Daran hätten sich so einige der Marken in diesem Fall orientieren sollen.

Banner Queen. (Bild: Yahoo/Getty Images)
Banner Queen. (Bild: Yahoo/Getty Images)