"Sogar die Stimmfarbe ist gleich": So kam das "Hart aber fair"-Debüt von Louis Klamroth an

Loius Klamroth hat seine Feuertaufe bei "Hart aber fair" bestanden. (Bild: WDR / Thomas Kierok)
Loius Klamroth hat seine Feuertaufe bei "Hart aber fair" bestanden. (Bild: WDR / Thomas Kierok)

"Frischer Wind" in der Talk-Landschaft oder doch nur eine "Eins-zu-Eins-Kopie von Frank Plasberg"? Für sein Debüt als Moderator von "Hart aber fair" erhielt Louis Klamroth gemischte Zuschauer-Kritiken. Auch ein Rechenfehler des 33-Jährigen entging aufmerksamen Beobachtern nicht.

Prominenter Wechsel zum Start des Jahres: Nach 22 Jahren und rund 750 Sendungen zog sich Frank Plasberg als Moderator bei "Hart aber fair" zurück und gab seine Position an Louis Klamroth ab. Am Montagabend moderierte der Partner von Klima-Aktivistin Luisa Neubauer zum ersten Mal die ARD-Polittalkshow. Doch wie kam das Debüt des 33-Jährigen beim ARD-Publikum an?

Mit einem "Legen wir los!" stieg Klamroth ohne weitere Umschweife ein. Sein Premierenthema: "Ein Land wird ärmer - wer zahlt die Krisenrechnung 2023?" Als Gäste begrüßte er den ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Wirtschaftswissenschaftlerin Professor Dr. Monika Schnitzer, SPD-Chef Lars Klingbeil, die "Spiegel"-Journalistin Melanie Amann sowie den Metallarbeiter Engin Kelik.

Die 75 Minuten der Ausgabe verliefen fast reibungslos und kam bei vielen Twitter-Usern gut an. "Angenehme Sendung, die Argumente werden in aller Ruhe vorgetragen und Louis Klamroth lässt die Gäste ausreden. Guter Start!" schrieb ein Nutzer. Ein anderer bescheinigte: "Das war ein gelungener Einstand. Das Sendeformat hat mit Ihnen eine Zukunft, weil erkennbar Erkenntnisgewinn oder Faktensicherung bei 'Hart aber fair' weiter im Zentrum steht." Ein weiterer Kommentar lautet: "Mit Klamroth weht gleich ein frischer Wind durch das Studio."

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Andere hingegen bemängelten, es hätte gern noch ein bisschen mehr frischer Wind sein dürfen. "Klamroth ist ne Eins-zu-Eins-Kopie von Plasberg. Sogar die Stimmfarbe ist gleich", schrieb ein offenbar enttäuschter Zuschauer bei Twitter. "Frank Plasberg hat eine neue Frisur und hat abgenommen, ansonsten sehe ich keine Veränderungen. Schade", schlug eine andere Nutzerin in dieselbe Kerbe. "Louis hat schon den legendären Plasberg-Move drauf", kommentiert ein weiterer Tweet süffisant, dass Klamroth einmal vors Pult der Diskutanten trat, um einen Streit zu schlichten - eine oft gesehene Geste bei Vorgänger Frank Plasberg.

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"Louis hat schon den legendären Plasberg-Move drauf"

Bereits nach wenigen Minuten ließ sich Klamroth ein Kraftwort nicht nehmen. An Klingbeil gerichtet, fragte er: "Denken Sie sich da manchmal: Ach Scheiße, wir machen doch schon so viel, aber irgendwie scheint es nicht anzukommen ..." Schien aber keinen zu stören, selbst der SPD-Bundesvorsitzende musste grinsen.

Aufgrund der Tatsache, dass der 33-Jährige bei seinem Debüt besonders unter die Lupe genommen wurde, entging einigen Twitter-Nutzer ein Rechenfehler nicht. So erklärte Klamroth, dass die im Dezember gemessenen 20,7 Prozent Inflation bei Lebensmitteln "fast doppelt so viel" gewesen sei wie die 8,6 Prozent der allgemeinen Inflation. "20,7 ist das Doppelte von 8,6 - das üben wir aber nochmal", witzelte ein User. "Mathe ist wohl nicht seine Stärke" und "Das wäre Herrn Plasberg nicht passiert" waren nur weitere der Kommentare.

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