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Spanien verbietet die Worldcoin-Augenscans von Sam Altman wegen Datenschutzbedenken

Spanien verbietet die Worldcoin-Augenscans von Sam Altman wegen Datenschutzbedenken

Der spanische Datenschutzbeauftragte hat angeordnet, dass Worldcoin, das von OpenAI-CEO Sam Altman gegründete Unternehmen, das Augäpfel scannt, um im Austausch gegen Kryptowährung digitale Ausweise zu erstellen, seine Tätigkeit in dem Land für drei Monate einstellen muss, da Bedenken bestehen, was es mit den persönlichen Daten der Nutzer macht.

Das erklärte Ziel von Worldcoin ist es, den Menschen eine Form der Identifikation zu geben, die niemals gestohlen oder dupliziert werden kann.

Dies soll durch die Erstellung einer "World ID" erreicht werden, indem die Augäpfel einer Person durch "Orbs" gescannt werden - ein Gerät, das ein Bild der Iris, also der farbigen Teile der Augen, erfasst.

Im Gegenzug erhalten Personen, die sich anmelden, die Kryptowährung Worldcoin.

Die spanische Datenschutzbehörde forderte die Muttergesellschaft von Worldcoin, Tools for Humanity Corporation, am Mittwoch auf, das Sammeln persönlicher Daten einzustellen und alle bereits gesammelten Informationen aufzubewahren.

Die Agentur sagte in einer Erklärung, dass sie verschiedene Beschwerden gegen das Unternehmen erhalten habe, die von der Sammlung persönlicher Daten von Minderjährigen bis hin zur fehlenden Möglichkeit, die Zustimmung zur Weitergabe persönlicher Daten zu widerrufen, reichen.

In den letzten Monaten haben sich die Menschen an den Stellen, an denen diese Kugeln aufgestellt sind, in Städten wie Madrid und Barcelona aufgereiht.

Ermittlungen zu den Aktivitäten von Worldcoin

Nach den jüngsten Unternehmensdaten vom November haben sich mehr als 360.000 Menschen in Spanien für Worldcoin angemeldet.

Worldcoin argumentiert zwar, dass die Daten dazu dienen, eine eindeutige, sichere Form der Identifizierung zu schaffen, aber Datenschutzexperten befürchten, dass das Unternehmen die Informationen auch für andere Zwecke, z. B. für personalisiertes Marketing, nutzen könnte.

Dies hat dazu geführt, dass andere Länder, darunter Frankreich und Deutschland, die Geschäftstätigkeit von Worldcoin untersucht haben.

Die kenianische Regierung hat ebenfalls neue Anmeldungen für Worldcoin ausgesetzt, da sie untersucht, ob die Daten der Bürger angemessen geschützt werden.

Worldcoin hat geantwortet, dass die Privatsphäre bei seinen Aktivitäten gewahrt wird.

"Die spanische Datenschutzbehörde (AEPD) umgeht mit ihren heutigen Aktionen, die sich auf Spanien und nicht auf die gesamte EU beschränken, das EU-Recht und verbreitet weltweit ungenaue und irreführende Behauptungen über unsere Technologie", sagte Jannick Preiwisch, der Datenschutzbeauftragte von Worldcoin, in einer Erklärung.