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Ab sofort in russischen Schulen: Neues Geschichtsbuch und militärische Ausbildung

In Russland hat das neue Schuljahr begonnen. Ab sofort sind die Lehrpläne landesweit einheitlich - und im Geschichtsunterricht kommt ein neues Lehrbuch zum Einsatz. Auch die laufenden Ereignisse in der Ukraine werden dort zur Sprache gebracht - und gerechtfertigt. Was sagen Menschen in Moskau zu dem Buch?

„Ich möchte, dass den Kindern die Wahrheit gesagt wird. Nicht übertreiben und nicht beschönigen", so eine Frau.

Eine andere sagt: „Ich habe gehört, dass die Tatsachen dort verzerrt werden. Aber ich habe mich nicht mit dem Thema beschäftigt. Aber ich würde wirklich nicht wollen, dass geschichtliche Tatsachen verfälscht werden."

„Ich denke, dass die befähigten Fachleute, die an der an der Erstellung dieses Schulbuchs beteiligt waren, gute Arbeit geleistet haben", so ein Mann. „Es wird für die Kinder interessant, etwas über die Geschichte zu lernen, die sich in jüngster Zeit in unserem Land und in den Nachbarregionen abgespielt hat", sagt er.

Menschenrechtsorganisationen bemängeln, das Lehrwerk sei voreingenommen und beschönige unter anderem die Einverleibung der Halbinsel Krim im Jahr 2014.

Wladimir Medinski, Berater des russischen Präsidenten, erläutert: „Das Material richtet sich an die Schüler, Eltern und Lehrer. Es stellt den Standpunkt des Staates und des Hochschulrates mithilfe der Sichtweise des Staates zu derzeitigen Ereignissen dar."

In allen russischen Bildungseinrichtungen ist mit dem Beginn des neuen Schuljahres eine militärische Ausbildung verpflichtend. Unter anderem werden die Jugendlichen im Umgang mit Waffen geschult.