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Bittencourt sieht sich bestätigt

Leonardo Bittencourt von Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat nach der Debatte um seine deutliche Klub-Kritik ein positives Fazit gezogen. Obwohl die vergangene Woche „für alle nicht leicht“ gewesen sei, habe es am Ende „trotzdem funktioniert, dass wir heute eine gute Leistung abgerufen und ein anderes Gesicht gezeigt haben“, sagte er nach dem späten Punktgewinn beim VfL Bochum (1:1) am Sonntag.

"Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe", fügte der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler an. Er hatte in der Woche vor dem ersten Spiel des neuen Jahres die Bremer Transferpolitik und Aussagen von Werders Leiter Profifußball Clemens Fritz kritisiert. Dieser hatte zuvor nach dem ernüchternden 1:3 im abschließenden Test gegen den Zweitliga-17. Eintracht Braunschweig Alarm geschlagen.

Bittencourt wollte die Mannschaft schützen

Die Wirkung seiner Worte sei Bittencourt dabei „schon bewusst“ gewesen, erklärte er: „Ich wollte auch meine Mannschaft in Schutz nehmen.“ Bittencourt musste daraufhin bei Sportchef Frank Baumann antreten, blieb aber unbestraft.

"Frank und Clemens haben mir klipp und klar gesagt, was sie davon gehalten haben und dann ist es für mich auch in Ordnung. Ich habe mit beiden kein Problem", sagte er weiter: "Bei uns ist alles intakt. Das haben sie mir im Gespräch auch gesagt. Deswegen ist das Thema auch gegessen."

Werder-Stars fehlen gegen Bayern

Die seiner Ansicht nach positive Wirkung der Debatte machte Bittencourt vor allem an der Art und Weise fest, wie Werder bei den heimstarken Bochumern auftrat. Trotz eisiger Temperaturen wurde die Partie streckenweise hitzig. Sowohl Bittencourt als auch Top-Torjäger Marvin Ducksch sahen jeweils die fünfte Gelbe Karte und fehlen Werder damit im nächsten Spiel bei Rekordmeister Bayern München am kommenden Sonntag (15.30 Uhr, im SPORT1-LIVETICKER)

Fraglich ist außerdem, ob Duckschs Stürmerkollege Rafael Borre in München noch dabei sein wird. Der Kolumbianer wird Medienberichten zufolge weiterhin vom brasilianischen Erstligisten Internacional Porto Alegre umworben.

„Er fühlt sich hier wohl“, sagte Bittencourt, der durch die spanische Sprache eine enge Verbindung zu Borre hat, jedoch keine Tendenz ausmachen wollte: „Was da entschieden wird, kann ich nicht sagen, aber wir alle würden uns freuen, weil er sich super integriert hat und uns sofort geholfen hat.“