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Arnold Schwarzenegger wird zu viel über Gefühle geredet: "Schluckt es einfach runter!"

Über sein Gefühlsleben denkt Arnold Schwarzenegger nicht nach. Sein Credo: Wer hart arbeitet, wird automatisch glücklich. (Bild: Mario Tama / Getty Images)
Über sein Gefühlsleben denkt Arnold Schwarzenegger nicht nach. Sein Credo: Wer hart arbeitet, wird automatisch glücklich. (Bild: Mario Tama / Getty Images)

Das harte Männerimage, das Arnold Schwarzenegger in den meisten seiner Filme verkörpert, scheint der Actionstar auch im Privatleben verinnerlicht zu haben. In einem Interview erklärte der Österreicher nun, man solle sich lieber "den Arsch abarbeiten", als über Gefühle zu reden.

Ab 25. März ist Arnold Schwarzenegger in der Netflix-Produktion "Fubar" zu sehen - es ist seine erste Serienhauptrolle überhaupt. Obendrein spendiert ihm der Streamingdienst noch die Doku-Miniserie "Arnold" (Start: 7. Juni). Im US-Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" gab der 76-Jährige nun ein ausführliches Interview, in dem sich der 76-Jährige unter anderem zu Gefühlen und psychischer Gesundheit äußerte - auf radikale Weise.

"Wir alle kennen die Regeln des Lebens: Mühsal und Kämpfe machen uns stärker. Deshalb freue ich mich immer auf Unannehmlichkeiten", erklärte der Schauspieler. Jeder würde über Gefühle reden, das sei für ihn auch okay. Aber: "Wie ich mich fühle, ist irrelevant. Es ist mir scheißegal, wie ich mich fühle. Was mich interessiert, ist: Was kann ich tun, damit es besser wird?"

"Wir müssen uns den Arsch abarbeiten und aufhören, uns über Gefühle zu sorgen"

"Warum fahre ich drei Tage lang in Aspen Skifahren, in einer Höhe, die einen völlig fertig macht?", fragt der Österreicher - und gibt die Antwort gleich selbst: "Weil es schwierig ist, besonders in meinem Alter." Manchmal stehe er aus dem Bett auf und fühle sich richtig mies. "Aber wenn ich auf ein Fahrrad steige oder die Tiere füttere, fühle ich mich plötzlich großartig."

Die USA seien nicht von Menschen aufgebaut worden, denen es gut ging, bekräftigte der ehemalige Politiker. "Dieses Land wurde von Menschen aufgebaut, die sich den Arsch aufgerissen haben." Seine Forderung: "Wir müssen uns den Arsch abarbeiten und aufhören, uns über Gefühle zu sorgen."

Schwarzeneggers zweifelhaft-pauschaler Tipp bezüglich psychischer Gesundheit: "Schluckt es einfach runter! Wenn du dich beschissen fühlst, denk nicht nach, tu einfach was." Es sei wichtig, eine Mission zu haben. "Wenn du denkst: 'Ich muss das tun, also lass uns loslegen ...' Dann erreichst du etwas."

"Ich habe mich nie als Star gefühlt"

Im Interview blickte der Actionstar auch auf sein bisheriges Leben zurück. Auf die Frage, wie sich seine große Zeit als Hollywoodstar anfühlte, erklärte Schwarzenegger, er könne das nicht bewerten, weil er sich selbst so nie analysiere. "Ich habe mich nie wie ein Star gefühlt." Er habe das Gefühl gehabt, das Glück zu haben, einer der wenigen zu sein, die sowohl im Berufs- als auch im Privatleben glücklich sind. "Aber ich hatte nie das Gefühl, an der Spitze der Welt zu stehen - nicht einmal in meiner Bodybuilding-Zeit, als ich den Mr. Olympia gewann." Der Österreicher sei immer "hungrig" darauf gewesen, "mehr zu tun und besser zu werden".

Was seine meist unterschätzte Rolle war? Schwarzenegger hat eine klare Antwort: "Last Action Hero". Der Film sei unterschätzt und zudem zerrissen worden, bevor ihn überhaupt jemand gesehen habe. Es sei eine "politische Attacke" gewesen, da Schwarzenegger für den ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bush warb, aber Bill Clinton die Wahl gewann. Mehr und mehr Leute würden nun "Last Action Hero" sehen und sagen: "Ich liebe diesen Film". Schwarzeneggers Fazit: "Er hat Geld eingebracht - das ist für mich immer wichtig. Denn so ist das Showbusiness, richtig?"