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Aufruhr um F1-Team

AlphaTauri könnte zum Verkauf stehen!

Diese Meldung vom Wochenende sorgte zunächst für heftige Aufregung in der Formel 1 und wenige Tage später für ein genauso heftiges Dementi. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Teamchef Franz Tost betonte in einem offiziellen Statement, dass das Juniorteam von Red Bull nicht zum Verkauf stehe.

Später sagte der Tiroler dazu bei SPORT1: „Ich war in den letzten Tagen die meiste Zeit damit beschäftigt, meine Mitarbeiter zu beruhigen, die aufgrund der Gerüchte um ihren Job fürchteten. Das war unnötig und nicht angenehm. Wir müssen besser werden, keine Frage. Aber die Leistung hat nichts mit den Gerüchten zu tun. Wir werden immer zu Red Bull gehören. Und die Philosophie von unserer Seite hat sich nicht geändert. Wir werden auch in Zukunft junge Fahrer ausbilden.“

Hintergrund: Die Fachpublikation auto, motor und sport hatte berichtet, dass Red Bulls neuer Konzernchef Oliver Mintzlaff derzeit alle Aktivitäten des Unternehmens auf den Prüfstand stelle. AlphaTauri sei derzeit nicht rentabel, weshalb Mintzlaff mehr Synergien zwischen Red Bull Racing und Red Bull Technology in England sowie AlphaTauri in Italien fordere – oder eben das Team nach Großbritannien verlegen oder ganz verkaufen wolle.

Der Österreicher erklärt weiter: „Wenn Red Bull in Zukunft einen unserer Fahrer braucht, ist das immer noch einer der Gründe, warum Red Bull diese beiden Teams hat.“

Befeuert wurden die Gerüchte noch dadurch, dass Red-Bull-Chefberater Helmut Marko (79) sie in einem Interview mit Sky nicht hart genug dementiert hat. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Marko relativiert brisante Aussagen

Bei SPORT1 relativiert er nun seine Aussagen. Marko, der zwischen den Tests und dem Saisonauftakt am kommenden Sonntag in Bahrain blieb: „Ein Journalist kam zu mir und eigentlich redeten wir nur darüber, welche neuen Hersteller und Investoren sich für die Formel 1 interessieren könnten. Ich habe in diesem Zusammenhang nie gesagt, dass AlphaTauri zum Verkauf stünde, sondern lediglich, wie man die Effizienz unseres zweiten Teams steigern könnte. Denn dass keiner mit dem neunten Platz in der Konstrukteurswertung 2022 zufrieden sein kann, ist kein Geheimnis.“

Experten wie Ralf Schumacher (46) geben Tost recht. „Red Bulls Philosophie mit dem zweiten Team war immer, junge Piloten zu Weltklasse-Fahrern auszubilden“, so er sechsmalige GP-Gewinner zu SPORT1.

„Sebastian Vettel, Max Verstappen und Daniel Ricciardo beispielsweise gingen bei Franz Tost in die Lehre. Und wenn man sich das heutige Fahrerfeld anschaut, entstammen mit Carlos Sainz, Max Verstappen, Pierre Gasly, Alexander Albon sowie Yuki Tsunoda fünf Piloten der Red-Bull-Nachwuchsschule. Das macht ein Viertel des gesamten Feldes. Diesen Erfolg kann man nicht alleine mit dem letzten WM-Stand beschreiben“. ergänzte Marko.