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Bayern-Fans giften gegen Polizei

Deutlicher Protest der Fans des FC Bayern gegen die Polizei Bremen.

Nachdem es im Anschluss an das 2:1 bei Werder Bremen am vergangenen Samstag zu langen Kontrollen der Auswärts-Anhänger aus München gekommen war, machten die Fans in der Südkurve gegen Schalke 04 ihrem Ärger Luft.

Dabei versteckten die Zuschauer in einem Banner das oft genutzte ACAB (“All cops are bastards“) auf einem Banner, das den scheinbar harmlosen Spruch „All cheesburgers are beautiful“ in roter Schrift zeigte - die Buchstaben A, C, A und B in dieser Reihenfolge waren aber als einzige schwarz gefärbt.

Die Burger-Anspielung war mit zwei höher hängenden Bannern bereits eingeleitet worden. „McDonalds Achim-Ost dankt für Rekordumsatz“, schrieben die Fans dort. Besagtes Fast-Food-Restaurant befindet sich in einem Gewerbegebiet nahe Bremen und würde offenbar nach dem Fan-Eklat gut frequentiert.

Auf einem weiteren Plakat, das direkt über dem der Schickeria München hing, schimpften die Fans: „Polizei Bremen - brennt euch der Helm!? ACAB!“

„Polizei Bremen - das V steht für Verhältnismäßigkeit“, war auf einem anderen Banner zu lesen.

Bayern-Fans erheben schwere Vorwürfe

Schon am Tag nach dem Bremen-Spiel hatten die Bayern-Fans schwere Vorwürfe gegen die Polizeikontrollen erhoben, weil Busse der auswärtigen Zuschauer bis spät in die Nacht von der Polizei festgehalten worden seien.

„Das war eine absolut unverhältnismäßige Aktion. Fans aktiver Fanszenen kennen solche Einsätze ja leider, aber das war selbst für deren Verhältnisse absolut überzogen“, meinte Alexander Salzweger, Sprecher des Club Nr. 12 bei Spox und Goal über das Vorgehen der Beamten.

Auf Nachfrage habe die Polizei den Fans mitgeteilt, dass „man verhindern müsse, dass sich Fans entfernten“, sagte Salzweger weiter: „Die letzten Busse sind dann gegen 3 Uhr losgekommen.“

Den Bayern-Anhängern sei der Gang auf die Toilette nur unter Begleitung gestattet gewesen. Und: Sie seien wie „Bürger zweiter Klasse“ behandelt worden.

Bayern-Busse mit Sprengstoffhunden durchsucht

Von der Grün-Weißen Hilfe, die Bremen-Fans bei Problemen mit der Polizei unterstützen, wurde das Vorgehen der Polizei als „klar rechtswidrig“ eingestuft.

Die Polizei äußerte sich bisher nicht zu diesen Vorwürfen. In einer Pressemitteilung am Sonntag heißt es, man habe auf das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik während der Partie reagiert.

„Aufgrund dieser Straftaten stoppten Einsatzkräfte nach dem Spiel sechs Busse von abreisenden Gästefans auf einem Parkplatz an der Autobahn 27″, hieß es im Polizei-Statement: „Bei der anschließenden Kontrolle fünf relevanter Busse und Insassen kamen auch Sprengstoffhunde zum Einsatz.“

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