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Borger über Streiks für Equal Pay: "Maßnahme für Eskalation"

Borger über Streiks für Equal Pay: "Maßnahme für Eskalation"
Borger über Streiks für Equal Pay: "Maßnahme für Eskalation"

Für Athletensprecherin Karla Borger sind im Kampf um Equal Pay auch Streiks eine mögliche Option. "Ich bin eher ein Freund davon, das anders zu klären. Aber wenn es nicht anders gelingt und wenn nicht zugehört wird, dann wäre das eine Maßnahme für eine Eskalation, wenn man gar nicht weiterkommt", sagte die 34 Jahre alte Beachvolleyballerin im SID-Interview.

Sie sehe "keinen Grund, warum bei Frauen weniger Prämien als bei Männern gezahlt werden sollten", sagte sie. Zuletzt hatte unter anderem auch Bundeskanzler Olaf Scholz Schritte gegen die Gender-Pay-Gap gefordert. Sie sei auf seiner Seite, so Borger. "Man muss beim Thema Geld aber auch unterscheiden", sagte sie: "Einmal sind es die Prämien vom Verband für eine Leistung, hinzu kommen das Gehalt durch den Verein und die Werbeeinnahmen. Das ist eine andere Thematik."

Mit Blick auf die diesjährige Fußball-WM in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) hatte DFB-Kapitänin Alexandra Popp zuletzt ausgeschlossen, dass ähnlich hohe Prämien wie bei den männlichen Kollegen ausgehandelt werden. "Im Ausland gab es schon einiges an Veränderungen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann das auch in Deutschland kommt", sagte Borger: "Ich bin der festen Überzeugung, dass das früher oder später komplett angepasst wird." Sie finde es "erschreckend, dass wir jetzt erst darüber sprechen und darüber nachdenken".

Als positive Beispiele nannte sie in diesem Kontext Radsport und Skispringen. Dort habe sich "schon einiges getan". Noch besser sehe es im Biathlon und im Beachvolleyball aus, "die Preisgelder waren da schon immer gleich".