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Citroën C3 Aircross zeigt Schwächen bei der ersten HU

Berlin (dpa/tmn) - Mehr Bodenfreiheit, rustikale Beplankung: Mit dem C3 Aircross stieg Citroën ins Segment der kleinen Geländewagen ein.

Wobei: Ein Allradantrieb fehlt. Stattdessen aber ist die Traktionskontrolle «Grip Control» für unterschiedlich beschaffene Fahrbahnen an Bord sowie eine elektronische Bergabfahrhilfe - jeweils als Extra allerdings. Es gibt aber grundsätzlichere Fragen zu klären als die Geländetauglichkeit: Denn das französische Auto vermasselt schon die erste Kfz-Hauptuntersuchung (HU) nicht gerade selten.

Modellhistorie: Der C3 Aircross kam 2017 in den Handel, als erstes kleines SUV von Citroën. Der Fünfsitzer mit erhöhter Bodenfreiheit nutzt die gleiche Plattform wie der kurz zuvor eingeführte Opel Crossland X. Im Sommer 2021 gab es die Modellpflege mit retuschierter Frontpartie, serienmäßigen LED-Scheinwerfern und einem auf neun Zoll vergrößerten Touchscreen für das Infotainment.

Karosserie und Varianten: Der C3 Aircross ist ein Fünfsitzer in typischer Erscheinung eines SUV - hochgebockt und eher bullig. Charakteristisch sind seine schlitzförmigen Scheinwerfer. Karosserievarianten des Steilhecks gibt es nicht.

Abmessungen (laut ADAC): 4,15 m x 1,76 m x 1,60 m (L x B x H); Kofferraumvolumen: 410 l bis 1289 l

Stärken: Der C3 Aircross bietet für seine Fahrzeugklasse recht viel Platz im Innenraum und hat - zumindest nach Herstellerangaben - sparsame Motoren. Bei der HU zeigen sich laut «Auto Bild Tüv-Report 2023» die Bremsleitungen und -schläuche ohne Makel. Die Funktion von Fuß- und Feststellbremse wird kaum beanstandet. Unauffällig bleiben auch Achsaufhängungen, Antriebswellen, Lenkanlage und Lenkgelenke. Die Abgasanlage ist solide und die Abgasuntersuchung für den Franzosen kein Problem.

Schwächen: Im Kapitel Licht erntet er noch Durchschnittswerte. Aber schon bei der ersten und für viele C3 Aircross bislang einzigen HU gibt es anderweitig Probleme: Allen voran machen sich Achsfedern und Dämpfer negativ bemerkbar - mit gegenüber dem Durchschnitt um das Zwölffache erhöhten Beanstandungsquoten. Beim ersten Check ist auch der Verschleiß an den Bremsscheiben ungewöhnlich hoch. Zudem tritt oft Ölverlust auf.

Pannenverhalten: Immerhin benötigt der C3 Aircross selten Hilfe auf der Straße. In der ADAC-Pannenstatistik belegt er durchweg gute Plätze. Pannenschwerpunkte zeichnen sich bislang auch noch nicht ab.

Motoren: Benziner (Dreizylinder, Frontantrieb): 60 kW/82 PS bis 96 kW/131 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 75 kW/102 PS bis 88 kW/120 PS

Marktpreise (laut «DAT Marktspiegel» der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

- Citroën C3 Aircross 1.6 BlueHDi 120 FAP Feel Stop&Start (2017); 88 kW/119 PS (Vierzylinder); 85.000 Kilometer; 11.450 Euro.

- Citroën C3 Aircross 1.2 PureTech 130 Shine Stop&Start (2018); 96 kW/130 PS (Dreizylinder); 59.000 Kilometer; 14.450 Euro

- Citroën C3 Aircross 1.2 PureTech 82 Live (2019); 60 kW/81 PS (Dreizylinder); 48.000 Kilometer; 11.250 Euro