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Deutsche Trainer drohen mit Streik!

Deutsche Trainer drohen mit Streik!
Deutsche Trainer drohen mit Streik!

In der Debatte um das Sportfördergesetz erhöht der Berufsverband der Trainerinnen und Trainer im deutschen Sport (BVTDS) den Druck auf die Bundesregierung. Verbandspräsident Holger Hasse schloss im Gespräch mit dem Deutschlandfunk auch einen Streik nicht aus, um die Interessen durchzusetzen. „Seit Jahren passiert nichts“, kritisierte Hasse, der befürchtet, dass die Leistungssportreform scheitert.

„Vielleicht waren wir als Trainer und Trainerinnen als Berufsverband in der Vergangenheit zu brav. Wir haben immer die sportlichen Ziele in den Vordergrund gestellt und nicht das Wohl der eigenen Berufsgruppe. Vielleicht muss man auch mal die Strategie wechseln und klarere Zeichen setzen“, sagte Hasse.

Er könne sich "durchaus mal denken, dass die Trainerinnen und Trainer ein Zeichen setzen. Vielleicht braucht es mal einen Streik der Trainerinnen und Trainer."

Fördergesetzt als Rückschlag bezeichnet

Der frühere Badminton-Coach hatte in seiner Funktion als Funktionär im BVTDS den Referentenentwurf zum Sportfördergesetz deutlich kritisiert. Hasse nannte ihn einen "tiefen Rückschlag. Wir erleben gerade, wie die nächste Leistungssportreform vor die Wand gefahren wird", sagte er und bemängelte konkret, "dass weder der Trainertarif noch die Verbesserung der Arbeitssituation von Trainerinnen und Trainern in dem neuen Gesetzesentwurf berücksichtigt wurden".

Der organisierte Sport ist in seiner Ablehnung des Gesetzesentwurfs vereint. Der DOSB verlangt von der Bundesregierung "erhebliche Nachbesserungen", auch die 16 Landessportbünde sowie die 68 Spitzenverbände schlossen sich der Kritik an. Diese richtet sich unter anderem gegen den mangelnden Einfluss des Sports bei der Vergabe der Steuermittel.

Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung reagieren die Politiker der Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen pikiert auf die öffentlichen Vorstöße des DOSB. Die FAZ zitiert den FDP-Abgeordneten Thorsten Lieb mit den Worten: „Wir geben nicht 300 Millionen Euro in eine Black Box.“