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DHB-Star kickte in der HSV-Jugend

Juri Knorr ist Deutschlands erfolgreichster Torschütze bei der Handball-EM. Insgesamt 40 Tore (14/17 Siebenmeter) hat der 23-Jährige vor dem letzten Hauptrundenspiel gegen Kroatien bereits geworfen. Allerdings ist er nicht nur wegen seines Mix aus Spielmacher- und Torjäger-Qualitäten ein echter Allrounder - Knorr hat nämlich abseits des Handball-Sports auch eine Fußball-Vergangenheit.

Denn bis zu seinem 15. Geburtstag übte Knorr beide Sportarten aus - und das sogar ziemlich hochklassig. Nach Anfängen bei seinem Heimat-Klub Bad Schwartau im Fußball wechselte Knorr in der Saison 2011/12 zum Hamburger SV, wo er in der U12 gemeinsam mit heutigen Bundesliga-Stars wie Fiete Arp (Holstein Kiel) und Josha Vagnoman (VfB Stuttgart) kickte.

Anders als Arp und Vagnoman entschied sich Knorr aber mit 15 Jahren bewusst gegen den Fußball. Schuld war der Druck, den er damals empfand. „Beim Fußball war es schon mit zwölf, 13 so, dass ich Druck gespürt habe, das kannte ich im Handball nicht“, erklärte Knorr in einer ARD-Dokumentation.

War „familiärer“: „Handball hat da mehr Spaß gemacht“

Im Handball fühlte sich Knorr eben „immer ein bisschen wohler“, weil die Atmosphäre „familiärer“ war und „Handball hat da mehr Spaß gemacht“, fasste Knorr seine damaligen Gründe zusammen. Als mit Fußball Schluss war, ging es im Handball steil nach oben.

Schnell war auch der FC Barcelona auf den talentierten Knorr aufmerksam geworden, der schließlich mit 18 Jahren zu den Katalanen wechselte und Erfahrung an der Seite von Stars wie Dika Mem, Gonzalo Pérez de Vargas und Ludovic Fabregas sammelte.

Über Minden ging es schließlich zu seinem derzeitigen Verein, den Rhein-Neckar-Löwen, wo er wie bei der Nationalmannschaft als Spielmacher brilliert.

Mit seinen DHB-Kollegen kann er am Mittwoch dann sogar das Halbfinale bei der Heim-EM klarmachen. Mit einem Sieg gegen die bereits ausgeschiedenen wären Knorr und Co. sicher im Halbfinale.