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DOSB sieht Visa-Diskussion „kritisch“

DOSB sieht Visa-Diskussion „kritisch“
DOSB sieht Visa-Diskussion „kritisch“

Frankfurt am Main (SID) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hält bei der Frage nach der Rückkehr russischer und belarussischer Sportlerinnen und Sportler auf die internationale Bühne politische Maßnahmen für schwierig. Diskussionen etwa über eine Nicht-Erteilung von Visa sehe er „kritisch“, schrieb der DOSB-Vorstandsvorsitzende Torsten Burmester bei Twitter. Die Autonomie des Sports sei von der deutschen Politik zu respektieren.

Auch die mögliche Einstellung der finanziellen Förderung von Wettkämpfen in Deutschland mit Beteiligung von neutralen Athleten sei problematisch. Entsprechende Maßnahmen sind derzeit Thema der Sportministerkonferenz (SMK) in Frankfurt.

"Mit einem Entzug der Förderung, wie ihn die Sportminister heute diskutieren, und damit letztendlich dem wahrscheinlichen Abzug von internationalen Wettkämpfen aus Deutschland, werden deutsche Athlet*innen um ihr Heimspiel gebracht. Im Gegensatz dazu erhalten deutsche Athlet*innen richtigerweise wieder finanzielle Unterstützung des Bundes, wenn sie bei internationalen Wettkämpfen im Ausland gegen neutrale Athlet*innen antreten. Das passt nicht zusammen", so Burmester weiter.

Der DOSB habe diese Bedenken in einem Schreiben an die Sportministerkonferenz zum Ausdruck gebracht, nun hoffe er auf eine ausgewogene Beschlussfassung im Sinne des Sports. „Wir sehen in anderen gesellschaftlichen Bereichen, wie z.B. in der Kultur, dass eine Teilnahme russischer und belarussischer Staatsbürger*innen an Veranstaltungen möglich ist - auch in Deutschland. Das müssen wir aushalten und unsere gegenteilige Meinung weiter vertreten“, so Burmester.