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Holzdeppe trauert um früh verstorbenen Rivalen

Holzdeppe trauert um früh verstorbenen Rivalen
Holzdeppe trauert um früh verstorbenen Rivalen

Die internationale Leichtathletik trauert um den früheren Stabhochsprung-Weltmeister Shawnacy „Shawn“ Barber. Der Kanadier starb in seinem Haus im US-Bundesstaat Texas im Alter von erst 29 Jahren, wie Barbers Berater Paul Doyle mitteilte.

Die Ursache für den plötzlichen Tod des ehemaligen Weltklasse-Athleten wurde zunächst nicht genannt, die US-Nachrichtenagentur AP berichtet, dass Barber zuletzt „gesundheitliche Probleme“ hatte. Seinen letzten Wettkampf hatte er vor rund vier Jahren bestritten.

Die Todesnachricht erschüttert unter anderem auch Barbers früheren Rivalen Raphael Holzdeppe aus Deutschland, der bei SPORT1 sein Beileid bekundet: „Shawn war ein großer Stabhochspringer und ein sehr sympathischer, hilfsbereiter junger Mann. Er ist leider viel zu früh von uns gegangen.

Bei Instagram schrieb der 34 Jahre alte Weltmeister von 2013: „Ruhe in Frieden, mein Freund.“

Barber holte 2015 WM-Gold vor Raphael Holzdeppe

Der in New Mexico geborene Barber, der auch einen US-Pass besaß und sich vor sieben Jahren als homosexuell geoutet hatte, war durch den Titelgewinn bei der WM 2015 in Peking bereits auf dem Gipfel seiner Karriere angekommen. Bei seinem WM-Triumph in China mit 5,90 m setzte sich Barber vor dem höhengleichen Holzdeppe durch, der sich mit Silber begnügen musste.

Im gleichen Jahr siegte Barber auch bei den Panamerikanischen Spielen im heimischen Toronto, ehe bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro durch Rang zehn eine Enttäuschung folgte. Wirbel gab es damals um die nachträgliche Enthüllung, dass Barber vor den Spielen positiv auf Kokain getestet worden war, aber trotzdem eine Starterlaubnis bekam. Die New York Times berichtete, dass es um eine kleine Menge gegangen war, die er in einem privaten Zusammenhang zu sich genommen hatte.

Mit seiner persönlichen Bestleistung von 5,93 m stellte Kanadas fünfmaliger Meister auch einen nationalen Freiluft-Rekord auf. 2016 übersprang Barber bei einem Hallenmeeting einmal die 6-Meter-Marke. In seinen letzten Karriere-Jahren stand Barber wie alle anderen Konkurrenten im Schatten der anbrechenden Dominanz von Superstar Armand Duplantis.

„Ein Mensch mit gutem Herzen“

„Shawn war mehr als nur ein unglaublicher Athlet“, bekundete Agent Doyle: „Er war ein Mensch mit gutem Herzen, dem andere immer wichtiger waren als er selbst. Es ist tragisch, einen so guten Menschen in so jungem Alter zu verlieren.“

Barber hinterlässt seine Eltern - Vater George war ebenfalls Olympia-Teilnehmer im Stabhochsprung - und einen Bruder.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)