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Mit 13 schockte er in Frankfurt die Darts-Welt: So erging es ihm

Mit 13 schockte er in Frankfurt die Darts-Welt: So erging es ihm
Mit 13 schockte er in Frankfurt die Darts-Welt: So erging es ihm

„Boom Boom“ Leighton Bennett ist erst 18 Jahre alt – trotzdem ist es mittlerweile schon exakt fünf Jahre her, dass er die Darts-Welt erstmals in größeres Erstaunen versetzt hat.

Es war der 19. März 2019, bei einem Showmatch vor historischer Kulisse im Tower of London. Gegner des damals 13-Jährigen: Rekordweltmeister „The Power“ Phil Taylor.

„Das ist das erste Mal, dass ich auf einer Darts-Bühne ins Schwitzen geraten bin“, gab die Ikone danach zu. Der Grund: Sein jugendlicher Gegner hatte ihn heftig ins Schwitzen gebracht. 5:4 führte Bennett zwischenzeitlich, schnupperte schon damals am Sensations-Coup.

Drei Monate später, bei einem Showturnier in Frankfurt, holte Bennett ihn nach, besiegte Taylor mit 4:1.

„Er ist der wohl beste 13-Jährige, den ich seit Eric (Bristow) gesehen habe“, staunte Taylor nach dem ersten Duell: „Wenn irgendjemand Erics Rekord als jüngster Weltmeister knacken kann, dann dieser Junge.“

Fünf Jahre später ist das Bild etwas zwiespältiger. Nicht nur deshalb, weil mit Luke Littler inzwischen eine noch größere Teenie-Sensation die Bühne betreten hat.

Leighton Bennett kämpft noch um den Anschluss an die Weltspitze

Während Littler im Winter mal eben bei seinem WM-Debüt das Finale in Ally Pally erreicht hat, ist der ein Jahr ältere Bennett noch nicht in der Weltspitze angekommen.

Das Talent aus der Grafschaft Lincolnshire steht aktuell auf Platz 98 der Weltrangliste. Am Montag kassierte Bennett beim Players Championship 5 in Hildesheim eine klare Zweitrunden-Niederlage gegen Michael van Gerwen (1:6). Auch an Tag 2 geht Bennett als Außenseiter ins Rennen. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

Größere Aufmerksamkeit erregte er zuletzt aus nicht-sportlichen Gründen - als er nach einem verlorenen Match auf der Development-Tour völlig aus der Fassung geriet.

Der BDO-Juniorenweltmeister von 2019 ragt anders als Littler noch nicht heraus im Erwachsenenbereich. Trotzdem ist er damit schon weitergekommen, als es zwischenzeitlich erschien.

„Ich hatte ein bisschen die Liebe verloren“

Bennett war zeitweise drauf und dran, ganz durchs Raster zu fallen. „Ich hatte eine harte Phase“, blickte Bennett zu Beginn des Jahres im Gespräch mit der Sun auf seinen Werdegang seit dem Sieg über Taylor zurück: „Ich hatte auch ein bisschen die Liebe für den Sport verloren. Aber ich habe wie verrückt daran gearbeitet, wieder zurückzukommen.“

Im Januar verdiente sich Bennett auf der Q-School die begehrte PDC-Tourkarte - was Bennett nach seinem Tief der vergangenen Jahre als großen Schritt begriff: „Ich bin auf die Knie gesunken und habe geweint. Ich hatte nicht mehr gedacht, dass ich gut genug sein würde, um es zu schaffen.“

Bennett machte auch klar, dass er nicht der Einzige war, der schon die Hoffnung aufgegeben hatte: „Ich habe viele, viele Leute widerlegt. Leute, die gesagt haben, ich wäre nur ein Junge, aus dem Nichts mehr werden würde.“

Als wichtigen Helfer aus seiner Krise würdigte Bennett zwei Personen: seinen Manager Rab Bain, der auch Ex-Weltmeister Rob Cross, Josh Rock und Scott Williams betreut – Spieler, die ebenfalls Wellentäler durchlebt haben. Und auch Luke Littler.

Luke Littler als Inspiration

„Luke bei der WM zu sehen, hat mir einen Tritt in den Hintern gegeben“, sagte Bennett, er wolle alles tun, um ein ähnliches Level zu erreichen.

Dass auch in Bennett durchaus noch ein Wunderkind-Faktor steckt, hat er auch auf der Pro Tour schon bewiesen: Im Februar schrieb er dort Geschichte, indem er als jüngster Spieler der Historie einen 9-Darter schaffte. Am selben Tag allerdings wurde der Rekord auch schon wieder gebrochen - von Luke Littler, natürlich.

Bennett kennt „The Nuke“ nicht nur aus der Distanz: „Wir haben 50, 60-mal gegeneinander gespielt. Ich habe auch meistens gewonnen - aber ich glaube, es lag daran, dass ich halt etwas älter war. In den letzten zwei Jahren hat er mich meistens geschlagen. Beim letzten Mal habe aber ich gewonnen.“

Nur zu gerne würde Bennett daran anknüpfen: „Es wäre fantastisch, wenn sich zwischen uns eine Rivalität wie zwischen Taylor und van Barneveld entwickeln würde.“

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