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Gaugisch warnt: "Polen wird uns alles abverlangen"

Gaugisch warnt: "Polen wird uns alles abverlangen"
Gaugisch warnt: "Polen wird uns alles abverlangen"

Markus Gaugisch hakte das Torfeuerwerk der deutschen Handballerinnen sofort ab, mit dem Kopf war der Bundestrainer bereits kurz nach der Schlusssirene beim Vorrundenfinale gegen Polen. "Das ist das erste extrem entscheidende Match. Wir wollen alle Punkte in die Hauptrunde mitnehmen, dafür müssen wir die Polinnen schlagen", sagte Gaugisch nach dem 45:22 (25:12) gegen den krassen Außenseiter Iran.

Im Duell mit dem EM-13. geht es um den Sieg in Vorrundengruppe F und somit darum, ob Deutschland in der nächsten Turnierphase mit optimalen Voraussetzungen in den Kampf um das anvisierte WM-Viertelfinale geht. Wie die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) haben die Polinnen ihre ersten beiden Partien gegen den Iran (35:15) und Japan (32:30) gewonnen.

"Polen wird uns alles abverlangen", prognostizierte Gaugisch. Kapitänin Emily Bölk warnte das deutsche Team vor "sehr starken" und "groß gewachsenen Spielerinnen".

Allerdings könnte dem DHB-Team zugute kommen, dass es die gegnerische Mannschaft anders als die zwei bisherigen WM-Gegner bestens kennt. Das deutsche Nachbarland spiele einen Handball, "den wir eher gewohnt sind", sagte Bölk. Das jüngste Duell bei der EM im Vorjahr ging mit 25:23 an Gaugischs Team.

Dass die deutsche Abwehr gegen Außenseiter Iran wie schon beim Auftakt gegen Japan (31:30) nicht komplett sattelfest stand, ärgerte die deutschen Spielerinnen ein wenig. "22 Gegentore sind zu viel", stellte Bölk klar. Auch Gaugisch hätte sich defensiv "etwas mehr Souveränität gewünscht".

Allerdings, und das war der positive Aspekt des unter dem Strich höchst souveränen zweiten WM-Auftritts im dänischen Herning, sind nun alle Spielerinnen des DHB-Kaders im Turniermodus. Gaugisch schenkte mit Ausnahme der geschonten Annika Lott seinem gesamten Kader gegen die überforderten Iranerinnen Spielzeit.

"Wir wollten unsere Einsatzzeiten ein bisschen streuen, dass alle richtig im Turnier angekommen sind, die Kräfte ein bisschen verteilt wurden", erklärte Bölk. Nun könne das Team "mit voller Kraft gegen Polen antreten".