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Gewinnt DHB-Team erstes „Endspiel“?

Gewinnt DHB-Team erstes „Endspiel“?
Gewinnt DHB-Team erstes „Endspiel“?

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft geht trotz eines Dämpfers in der Vorrunde mit Optimismus in die heiße Phase der Heim-EM. Nach den Gruppenspielen in Berlin soll nun in der Kölner Lanxess Arena der nächste Schritt auf dem Weg zur erhofften Medaille gemacht werden.

Die Chancen sind dabei trotz der etwas ernüchternden Pleite gegen Frankreich intakt. Zum Beginn der Hauptrunde geht es gegen Island (20.30 Uhr).

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Handball EM 2024: DHB-Team vor Mega-Spielen

„Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer zum Umzug nach Köln. „Wir haben uns gesagt, dass wir jetzt vier Endspiele haben für ein ganz großes Ziel: das Halbfinale zu erreichen. Es ist nichts verloren.“

Auf dem Weg zu einem neuen Wintermärchen im eigenen Land setzt das Team von Bundestrainer Alfred Gislason dabei auf den Faktor Köln. „Das ist das Mekka des Handballs“, sagte Rechtsaußen Timo Kastening mit Blick auf die Hauptrundenspiele vor knapp 20.000 Zuschauern und gab umgehend die Richtung vor: „Ab nach Köln - und dann wieder gewinnen.“

Im ersten der vier „Mega-Spiele“ (Kromer) warten am Donnerstag (20.30 Uhr) ausgerechnet Gislasons Landsleute aus Island. „Ich werde alles dafür tun, meinen Beitrag zu leisten, dieses Spiel zu gewinnen. Das kann ich garantieren“, versprach der DHB-Coach, der beide Hymnen mitsingen will: „Ich bin zwar Isländer, aber ich arbeite mit dieser Mannschaft. Und ich liebe diese Mannschaft.“

Trotz des 30:33 zum Vorrundenabschluss gegen Olympiasieger und Rekordweltmeister Frankreich hat Deutschland das Erreichen der Medaillenspiele weiter in der eigenen Hand. „Ich bin wirklich guter Dinge. Das ist nicht so, dass wir heute hier keine Chance hatten“, sagte Rune Dahmke nach dem Frankreich-Spiel, in dem Gislasons Team vor acht Millionen Fernsehzuschauern bis zum Ende an der Überraschung geschnuppert und eine starke Leistung gezeigt hatte.

Hinzu kommt, dass Gislasons Team in Hauptrundengruppe I keine Gegner aus der absoluten Weltspitze mehr vor der Brust hat. Nach dem Island-Spiel warten die Duelle mit Österreich (Samstag), Ungarn (Montag) und Kroatien (Mittwoch/alle 20.30 Uhr).

Der Weg scheint geebnet, erst recht beim Blick in die Vergangenheit. Noch nie hat eine DHB-Auswahl in der Kathedrale des Handballs, wo Markus Baur, Henning Fritz und Co. vor 17 Jahren den WM-Thron erklommen, ein Turnierspiel verloren.