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Hansa stellt Strafanträge gegen Fans

Hansa stellt Strafanträge gegen Fans
Hansa stellt Strafanträge gegen Fans

Fußball-Zweitligist Hansa Rostock hat gegen zwei Fans Strafanträge gestellt, die während und nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:3) auf den Rasen gelaufen waren und dort Spieler bedrängt hatten. Zudem leitete Hansa in beiden Fällen das Verfahren für ein bundesweites Stadionverbot über drei Jahre ein und kündigte an, die vom DFB zu erwartende Geldstrafe auf die beiden Zuschauer umzulegen.

In der 76. Minute war ein Fan nach dem 0:3 durch Lauterns Dreifach-Torschützen Ragnar Ache in den Innenraum gelangt und hatte die jubelnden Spieler attackiert, bevor er von Ordnern festgehalten wurde. Nach dem Schlusspfiff hatte eine weitere Person versucht, zu Hansa-Kapitän Markus Kolke zu gelangen.

„Übergriffe auf andere Personen absolut inakzeptabel“

"Bei allem Verständnis für die absolut nachvollziehbare Enttäuschung und den Ärger über die erneute Heim-Niederlage sowie die Sorge um den FC Hansa in der aktuellen sportlichen Situation, sind Übergriffe auf andere Personen absolut inakzeptabel", teilte der Klub mit.

Ache hatte die Aktion nach dem Spiel deutlich kritisiert. "Wie kann das passieren? Ich finde persönlich, das kann man nicht machen. Wie schlecht das Spiel auch ist, als Fans muss man das akzeptieren", sagte der Stürmer am Sky-Mikrofon: "Aber am Ende des Tages ist nichts Schlimmes passiert, also müssen wir einfach weitermachen."

Aches Teamkollege Aaron Opoku, den der Fan erreicht hatte, bevor die Ordner ihn festsetzten, sprach anschließend von "einem kleinen Schock". Der Flügelspieler mit Hansa-Vergangenheit bewertete den Vorfall jedoch als Einzelfall. "Die Situation hier ist keine einfache, da spielen Emotionen eine große Rolle", sagte Opoku: "Ich kenne die Fans hier, eigentlich sind sie positiver Natur - also abhaken und weitermachen."