Werbung

Die nächste spektakuläre Handball-Wende

Die nächste spektakuläre Handball-Wende
Die nächste spektakuläre Handball-Wende

Das verrückte Meisterrennen der Handball-Bundesliga hat die nächste spektakuläre Wende erlebt!

Am Donnerstagabend sind die Rhein-Neckar Löwen mit Jungstar Juri Knorr ebenso auf die Nase gefallen wie Meister SC Magdeburg - die von Magdeburg vor der Länderspielpause noch böse demontierten Füchse Berlin sind dafür wieder obenauf.

Löwen und Magdeburg patzen - Füchse Berlin wieder obenauf

Die Löwen verloren klar beim SC DHfK Leipzig mit 37:29 (19:13) und damit auch die Tabellenführung. Auch Magdeburg verlor überraschend 31:34 (14:17) bei der TSV Hannover-Burgdorf.

Die Füchse Berlin nutzten den Löwen-Ausrutscher beim 38:33 (22:16) gegen Aufsteiger VfL Gummersbach zur Rückeroberung der Tabelle und sind der große Gewinner des Donnerstagabends.

„Es war ein top Spieltag für uns. Es freut uns natürlich, wenn die anderen Punkte liegen lassen. Aber sind noch viele Spiele zu spielen“, sagte Füchse-Coach Jaron Siewert am Sky-Mikrofon. Der nach der Verletzung von Altmeister Hans Lindberg verpflichtete Routinier Robert Weber war mit sieben Toren bester Werfer der Berliner.

Favoritenschreck Leipzig steigert sich in einen Rausch

Leipzig, das in den vergangenen beiden Bundesliga-Partien bereits den THW Kiel (34:31) und die Magdeburger (33:32) geschlagen hatte, spielte sich gegen die Löwen phasenweise in einen Rausch. Die bebende Halle mit 5466 Zuschauerinnen und Zuschauern tat ihr Übriges.

Viggo Kristjansson war nach 60 Minuten mit elf Toren der beste Werfer der Gastgeber, die weiter eine makellose Bilanz in diesem Jahr vorweisen können. Eine überragende Paradenshow lieferte Torwart Kristian Saeveraas, der allein in Halbzeit 1 zehn Treffer verhinderte.

Den neben sich stehenden Löwen halfen auch elf Treffer von Nationalspieler Juri Knorr nicht, um die erste Niederlage nach wettbewerbsübergreifend zehn Siegen in Serie zu verhindern. „Leipzig war uns in allen Belangen überlegen“, erkannte Nationalspieler Patrick Groetzki an.

Magdeburg-Coach: „Das tut weh“

Während die Füchse gegen Gummersbach von Beginn an keine Zweifel am Erfolg aufkommen ließen, hatte Magdeburg große Probleme: Der SCM rannte durchgehend einem Rückstand hinterher und konnte diesen auch in einer engen Schlussphase nicht mehr aufholen.

„Der Aufprall ist schon hart“, zeigte sich Magdeburg-Coach Bennet Wiegert frustriert: „Wenn man die ganz großen Ziele erreichen will, sollte man solche Niederlagen vermeiden. Das tut schon weh.“

Die Magdeburger (33:9 Punkte) haben noch zwei Spiele in der Hinterhand. Die Füchse stehen nun bei 39:7 Zählern unmittelbar vor den Löwen (37:9).

Im Abstiegskampf holte außerdem der TVB Stuttgart einen enorm wichtigen Sieg und verschärfte die Lage des Vorletzten TSV GWD Minden. Die Schwaben gewannen im direkten Duell 29:23 (14:12). Die Mindener drohen nach der siebten Niederlage in Folge den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)