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IBA sperrt Journalisten aus

IBA sperrt Journalisten aus
IBA sperrt Journalisten aus

Der in der Kritik stehende Box-Weltverband IBA hat bei der Amateur-WM in Usbekistan die Berichterstattung von Journalisten unterbunden. Wie das ZDF am Freitag mitteilte, wurde einem seiner Reporterteams die Akkreditierung für die Titelkämpfe in Taschkent verweigert. Auch anderen kritischen Journalisten soll die Berichterstattung untersagt worden sein.

Die WM wird von vielen Nationen boykottiert, weil russische und belarussische Boxer ohne Einschränkungen teilnehmen dürfen. Die International Boxing Association unter der Führung des umstrittenen russischen Präsidenten Umar Kremlew steht nach vielen Verfehlungen massiv in der Kritik, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ist der Verband seit 2019 suspendiert. Die Olympia-Qualifikation steigt daher erst bei den Europaspielen in Krakau (ab 21. Juni).

Gianni Merlo, Präsident des internationalen Sportjournalistenverbandes (AIPS), beschwerte sich in einem offiziellen Schreiben an den Weltverband über die Nichtakkreditierungen: "Das ist überhaupt nicht akzeptabel. Die Pressefreiheit ist ein wichtiges Instrument."

In Taschkent hatten auch zwei von der IBA eingeladene deutsche Boxer für Aufsehen gesorgt, die ohne die Erlaubnis des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) unter deutscher Flagge an den Start gegangen waren. Mit Devrim Gökduman steht einer von ihnen im Achtelfinale im Halbweltergewicht.