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Irre Bayern-Schmach! Eintracht zerlegt Tuchel-Team

Der FC Bayern blamiert sich regelrecht in Frankfurt! Mit einem desaströsen Defensiv-Auftritt unterlagen die Münchner am Samstagnachmittag mit 1:5 (1:3) bei der Eintracht, verpassten den vorläufigen Sprung an die Tabellenspitze klar und kassierten die erste Saison-Niederlage in der Liga.

Omar Marmoush eröffnete den Torreigen (12.) früh, Eric Junior Dina Ebimbe (31./50.), Hugo Larsson (36.) und Ansgar Knauff (60.) komplettierten den Traumauftritt. So schob sich die SGE mit dem ersten Sieg seit vier Spielen an die europäischen Plätze heran, Joshua Kimmich (44.) konnte lediglich kurzzeitig verkürzen.

Eine Woche nach der Absage des Ligaspiels gegen Union Berlin ließen sich die indisponierten Münchner von den Hessen ähnlich überrumpeln wie bei der 1:5-Blamage im November 2019.

Eine besonders irre Statistik: Thomas Tuchel verlor in seiner Trainerkarriere sechs seiner sieben Bundesliga-Spiele in Frankfurt!

Müller fordert Reaktion von Bayern

Frankfurt-Trainer Toppmöller freute sich nach dem Spiel bei Sky enorm, wusste das Ergebnis aber auch einzuordnen: „Es ist wichtig, dass wir bei Niederlagen nich in Depressionen verfallen und heute nicht in megagroße Euphorie - und trotzdem happy bleiben.“

Thomas Müller kritisierte die eigene Mannschaft: „Eine Erklärung brauchen wir nicht! Die erste halbe Stunde haben sie uns den Schneid abgekauft. Da muss eine Reaktion folgen. Heute kam viel zusammen, aber wir werden zurückschlagen.“

Sky-Experte Didi Hamann bilanzierte bereits in der Halbzeit: „Viel besser als Frankfurt kannst du in den ersten 40 Minuten nicht spielen“, und kritisierte den FC Bayern nach Abpfiff: „Man hat sich in den vergangenen Wochen viele Ergebnisse schöngeredet, die Leistung war aber nicht so dominant.“

FC Bayern: Defensive wackelt erheblich

In der Anfangsphase wackelte der FC Bayern erheblich, insbesondere in Person von Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui. Nach zwölf Minuten konnte der Marokkaner eine Frankfurter Flanke nicht klären, ließ Fares Chaibi einen Schuss an die Latte abfeuern – und hob dann beim Nachschuss von Omar Marmoush zum 1:0 gar noch das Abseits auf.

Und auch in der Folge wurde es nicht besser! Min-jae Kim ließ sich nach gut einer halben Stunde beinahe kläglich von Ansgar Knauff übertölpeln. So konnte Dina Ebimbe zum Muster-Solo ansetzen, in den Strafraum hineinstarten und sowohl Alphonso Davies als auch Neuer zum 2:0 überwinden.

Als wäre die Horror-Halbzeit der Bayern nicht genug gewesen, erhöhte die Frankfurter Eintracht nach 36 Minuten gar noch auf 3:0. Weil Joshua Kimmich im Aufbau einen katastrophalen Fehlpass spielte, hatte Hugo Larsson leichtes Spiel: Dayot Upamecano ausgewackelt, Neuer keine Chance gelassen und zur Drei-Tore-Führung erhöht.

Zwar betrieben die Bayern in Person von Kimmich kurz vor der Pause (44.) mit dem 1:3-Anschlusstreffer noch Schadensbegrenzung und machten sich selbst Mut – den Dina Ebimbe nach der Pause unmittelbar wieder einriss.

Denn der gebürtige Franzose vollendete einen Konter nach horrendem Abspielfehler seines Landsmanns Upamecano zum Doppelpack und somit dem 4:1. Eine bittere Pille für die Münchner, die zwar in der Pause die halbe Viererkette austauschten (Davies und Mazraoui raus), und doch trat keine Besserung ein.

Tuchel wechselte Konrad Laimer sowie Raphael Guerreiro ein - es änderte sich zunächst jedoch nichts.

FC Bayern: Sorgen um Gnabry

Das Debakel war aber immer noch nicht komplett: Knauff erhöhte nach zwei Spieldritteln gar per Außenrist aus rund acht Metern zum 5:1 (60.). Zwar schaltete sich der VAR noch mit einem Abseits-Check ein, doch das Tor hatte Bestand.

Auch Verletzungssorgen plagten die Münchner an diesem gebrauchten Nachmittag noch: Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung (66.) musste Flügelstürmer Serge Gnabry mit Verdacht auf eine Muskelverletzung wieder herunter.

Jamal Musiala kam nach überstandenem Muskelfaserriss in die Partie - und konnte doch am rabenschwarzen Ergebnis aus Münchner Sicht nichts mehr ändern.

Tuchel saß bedient auf der Bank und versteckte sich unter seiner Kapuze, die SGE-Fans sangen: „Einer geht noch rein.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)