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Panik? Gladbach fühlt sich noch sicher

Patrick Herrmann macht sich noch keine Sorgen, und er muss es wissen. Seit 2008 trägt der Flügelspieler das Trikot von Borussia Mönchengladbach, Abstiegskampf kennt er also. „Wir brauchen jetzt keine Panikstimmung zu verbreiten“, sagte das Urgestein der Borussia nach dem dürftigen 0:0 gegen Schlusslicht Darmstadt 98 bestimmt und betonte: „Es sind alle wachgerüttelt.“

Auf dem Rasen war davon zuvor allerdings wenig zu sehen. Zum fünften Mal traf Gladbach in dieser Saison auf einen Tabellenletzten - zum fünften Mal gab es keinen Sieg. Die Folge: Nach vier Spielen ohne Dreier geht der Blick als Tabellen-13. vorerst nur noch nach unten, auch wenn Herrmann das anders sieht: "Da habe ich definitiv schon ganz andere Zeiten erlebt."

Die Nullnummer gegen Darmstadt machte aber wenig Hoffnung, vor allem offensiv lief nicht viel zusammen. Zu allem Überfluss mussten die Angreifer Jordan und Robin Hack verletzt vom Feld, Tomas Cvancara fehlt ohnehin schon länger. "Das kommt natürlich zu keinem guten Zeitpunkt", sagte Sportdirektor Roland Virkus.

22 Punkte hat die Borussia nach 21 Spielen auf dem Konto, so wenige wie zuletzt in der Saison 2010/11. "Das ist absolut zu wenig. Wir müssen jetzt gucken, dass wir in die Punkte kommen", sagte Virkus. Am Samstag steht allerdings die Partie bei RB Leipzig mit Ex-Trainer Marco Rose an. Dort hat die Fohlenelf noch nie gewonnen.

Abwehrspieler Max Wöber bleibt dennoch wie Patrick Herrmann ganz entspannt. "Wieso sollten wir die ganze Zeit an den Abstieg denken? Dann werden wir noch verunsicherter", sagte der Österreicher: "Das macht keinen Sinn, und dafür ist viel zu viel Qualität in der Mannschaft. Wir werden genug Punkte holen, dass wir uns keine Sorgen machen müssen."