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"Lebensgefahr": VfB Stuttgart warnt eindringlich vor Platzstürmen

Dem VfB Stuttgart geht es am letzten Bundesliga-Spieltag an den Kragen: Klassenerhalt oder Abstieg? Ein emotionales Spiel steht bevor, deshalb warnt der Verein vor Eskalationen – und spricht sogar von einer Lebensgefahr.

Der VfB Stuttgart richtet einen drastischen Appell an die Fans. (Bild: Getty Images)
Der VfB Stuttgart richtet einen drastischen Appell an die Fans. (Bild: Getty Images)

Wie schon in der letzten Saison entscheidet sich beim VfB Stuttgart wieder alles am letzten Spieltag. Im Sommer 2022 konnte sich der Verein in einer spannenden Nachspielzeit den Klassenerhalt sichern. Am Samstag empfängt die Mannschaft rund um Sebastian Hoeneß den TSG Hoffenheim um 15:30 Uhr im heimischen Stadion. Ob es ein Happy End gibt, die Relegation oder einen direkten Abstieg – alle Szenarien sind noch möglich.

Finanzielle Verluste beim Abstieg des VfB Stuttgart

Aber nicht nur VfB Stuttgart-Fans sind am Zittern. Auch Kneipen und Geschäfte in der baden-württembergischen Hauptstadt droht ein Millionenschaden beim Abstieg der Mannschaft. "Sollte der VfB nach einem Abstieg dauerhaft in der zweiten Liga verharren, könnte der jährliche Verlust für die regionale Wirtschaft auf zehn bis 15 Millionen Euro steigen", sagt Professor Henning Vöpel von der Business and Law School Berlin zur Bild.

Drastischer Appell an die Fans im Stadion

Umso emotionaler und aufgeladener ist die Stimmung in Stuttgart. Der Verein appelliert deshalb an alle Fußballbegeisterten im Stadion: "Ein Platzsturm ist mit erheblichen Gefahren verbunden, im schlimmsten Fall können Menschen zu Tode kommen. Bitte bleibt nach dem Schlusspfiff auf euren Plätzen."

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Dieser Appell erfolgt nicht ohne Grund: Im vergangenen Jahr waren nach einem dramatischen Spiel unzählige Fans auf den Rasen geströmt, um mit ihrem Team zu feiern.

Ein Platzsturm sollte immer nur der letzte Ausweg sein, um zu verhindern, dass es auf den Rängen zu unkontrollierbaren Menschenmassen und als Folge zu Verletzten kommt. In jedem Fall seien – so der Verein – Platzstürme immer mit einem erheblichen Risiko verbunden. Schließlich könne es zu "Druck- und Engesituationen" kommen und Menschen könnten in Panik geraten. Gerade für Menschen im Rollstuhl, Kinder, alte Menschen und Seh- oder Gehbehinderte birgt ein Platzsturm besondere Gefahren.

Robert Schröder als Glücksbringer?

Aber vielleicht lassen sich die Gemüter abergläubischer Fans schon vor Samstag beruhigen. Denn das Spiel wird vom Schiedsrichter Robert Schröder geleitet. Der Hannoveraner, der schon das letzte Heimspiel in der vergangenen Saison begleitet hat. Das Spiel, das durch das Kopfball-Tor von Wataru Endo in der 92. Minute den Klassenerhalt in der Bundesliga gebracht hat.

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