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"Macht er nicht mit": Matthäus warnt Bayern

Thomas Müller ist unter Thomas Tuchel nur noch zweite Wahl. Wie geht es mit der Bayern-Legende weiter? Lothar Matthäus warnt die Münchner vor einem Szenario.

Sieht man mittlerweile häufiger: Thomas Müller auf der Bank.
Sieht man mittlerweile häufiger: Thomas Müller auf der Bank. (Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images)

Thomas Müller verschwindet in den vergangenen Wochen ein wenig aus dem sportlichen Rampenlicht des FC Bayern. Der Star sitzt seit dem Amtsantritt häufiger nur auf der Bank.

Dabei glänzte er beim Tuchel-Einstand, erzielte bereits in der ersten Hälfte einen Doppelpack und hatte somit einen erheblichen Beitrag am 4:2-Sieg gegen den direkten Verfolger aus Dortmund. Immer wieder lobte Tuchel seinen Schützling danach zwar, doch setzte ihn auch oft auf die Bank.

Deshalb mahnt Lothar Matthäus den FC Bayern nun. In seiner "Sky"-Kolumne warnt der ehemalige Bayern-Spieler vor einem Müller-Abschied im Sommer.

"Müller macht das nicht mit"

"Wenn man nach der Saison eine Analyse macht und der Trainer sowohl der Mannschaft als auch den Verantwortlichen erklärt, was er sich für die kommende Saison wünscht und vorstellt, dann würde es mich überraschen, wenn Müller plötzlich wieder zum Stammspieler wird", beginnt Matthäus seine Analyse.

Er fügt an: "Und dann ist wohl der Punkt erreicht, an dem er sich den Transfermarkt mindestens ganz genau anschaut, um nicht zu sagen, geht. Denn das macht er nicht mit. Den Fans wird es nicht schmecken, denn er ist die Identifikationsfigur schlechthin des FC Bayern."

Matthäus spricht sich deutlich dafür aus, dass Müller wieder mehr spielt: "Man muss sich nur einmal daran erinnern, wie laut die Fans seinen Namen beim Rückspiel gegen Manchester City gerufen haben, als er eingewechselt wurde. Das war lauter als bei allen Einwechselspielern zusammen. Ich verstehe Tuchel, wenn er positionsgetreu aufstellt, das würde mir möglicherweise auch so gehen. Müller ist eben von allem etwas in der Offensive."

Wohin mit Müller?

Die Legende findet aber auch: "Geht man vom rein Fußballerischen weg, ist er aber vor allem von seiner Persönlichkeit, Erfahrung, seinem Willen und seiner Ausstrahlung der Anführer Nummer eins dieser Mannschaft."

Allerdings räumt Matthäus ein Müller-Problem ein. "Er braucht einen Trainer, der ein System spielen lässt, in das Müller passt, so wie es bei Flick der Fall war. Sowohl Niko Kovac als auch Pep Guardiola waren Trainer, die das nicht so gesehen haben. Wenn man in einem 4-2-3-1 spielt, mit einem klaren 6er, einem 8er und einem 10er, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass Müller kein Spieler ist, der einer dieser Positionen eindeutig zugeschrieben werden kann."

Wohin also mit Müller? "Er ist eine Neuneinhalb, der ideal um einen Zielspieler wie Robert Lewandowski herumschwirrt", schreibt Matthäus.

Im Video: Thomas Müller ist für Tuchel nicht mehr die erste Wahl beim FCB | 2nach10