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Maulwurf-Affäre: Nagelsmann schwer getroffen

Trainer Julian Nagelsmann von Bayern München ist sauer auf den „Maulwurf“ in seiner Mannschaft.

„Ich ärgere mich. Die Person, die etwas weitergibt, schadet jedem einzelnen Spieler, das ist nicht im Sinne der Sache“, sagte er am Freitag sichtlich angefasst. Zuvor hatte die Bild taktische Interna aus der Kabine enthüllt.

"Maulwürfe stehen unter Artenschutz, deswegen ist die Suche sehr, sehr kompliziert", sagte Nagelsmann anfangs noch launig, ehe er ernst wurde. "Mir ist es wichtig, dass ich in den Spiegel schauen kann. Diese Person wird nicht so gut in den Spiegel schauen können, weil es sich nicht gehört", betonte er.

Nagelsmann rätselt über Gründe

Er denke „viel darüber nach, weil ich mich frage: Was bezweckt die Person, die das weitergibt, was erhofft die sich? Die Motivlage erschließt sich mich mir nicht.“

Finanzielle Gründe könnten es nicht sein, meinte Nagelsmann. Sorge, "dass man uns entschlüsseln kann", habe er zwar nicht, "aber das macht es dem Gegner leichter".

Der nächste in der Bundesliga ist am Sonntag Bayer Leverkusen. „Wir haben zwei Punkte Vorsprung - aber das ist zu wenig, um uns zurückzulehnen“, mahnte Nagelsmann.

Verzichten muss er auf Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting. „Da haben wir keine Chance, der Rücken macht so zu, dass er nicht spielen kann, er hat große Probleme aktuell“, sagte der Coach über den Angreifer.