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Mazepin: EU-Gericht kippt Sanktionen

Mazepin: EU-Gericht kippt Sanktionen
Mazepin: EU-Gericht kippt Sanktionen

Der russische Motorsportler Nikita Mazepin hat zwei Jahre nach seinem Aus in der Formel 1 einen weiteren juristischen Sieg errungen. Ein Gericht der Europäischen Union erklärte die noch bestehenden EU-Sanktionen gegen den 25-Jährigen am Mittwoch für unrechtmäßig, schon im vergangenen Jahr war unter anderem das Einreiseverbot für den Sohn eines einflussreichen Oligarchen gekippt worden.

In der Formel 1 fuhr Mazepin an der Seite Mick Schumachers für das Haas-Team, dessen Hauptsponsor ein russisches Unternehmen in Besitz seines Vaters war. Sowohl der Vertrag mit dem Rennfahrer als auch die Partnerschaft mit dem Sponsor wurde durch Haas nach Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine beendet, gestützt wurde das durch die EU-Sanktionen.

Zumindest mit Blick auf Nikita Mazepin sieht das EU-Gericht keine Grundlage mehr für die Maßnahmen. Die Verbindung zwischen Sohn und Vater sei „in keiner Weise“ wirtschaftlicher Natur oder auf „gemeinsamen Interessen begründet“, hieß es in einer Erklärung. Die familiäre Verbindung reiche für Sanktionen nicht aus.

Eine Rückkehr Mazepins in die Formel 1 ist allerdings allein schon mit Blick auf dessen Leistungen weiterhin kein realistisches Szenario. Der Rennfahrer hatte in seinem Jahr für Haas nicht überzeugt und profitierte in dieser Phase von der wirtschaftlichen Bedeutung des Sponsorings durch seinen Vater.

Zudem hatte die britische Justiz erst im vergangenen Jahr die Sanktionen Großbritanniens bestätigt, dazu zählt auch ein Einreiseverbot. Nach dem Aus in der Formel 1 war Mazepin zuletzt in der Asian Le Mans Series aktiv.