Werbung

Meisteransage? Nicht mit SCM-Trainer

Meisteransage? Nicht mit SCM-Trainer
Meisteransage? Nicht mit SCM-Trainer

Die Erleichterung und Freude war in jeder Ecke der Getec-Arena greifbar, von einer Vorentscheidung im Titelrennen wollte Bennet Wiegert aber nichts wissen. "Die deutsche Meisterschaft ist die Kirsche auf der Sahne. Das, was wir alle wollen, ist die Champions-League-Qualifikation", sagte der Trainer des SC Magdeburg betont defensiv nach dem Sieg über Tabellenführer Füchse Berlin (31:28) im MDR.

Der Tatsache, dass der Konkurrent aus der Hauptstadt im engen Meisterrennen nun auf einen Strauchler des SCM angewiesen ist, schrieb Wiegert eine untergeordnete Rolle zu. Er wisse schließlich, dass "beide Mannschaften noch schwere Auswärts- und Heimspiele haben", sagte der 42-Jährige. Doch natürlich sei es "wichtig, gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten" - dieser Tatsache konnte sich auch Wiegert nicht entziehen.

Die Fans jedenfalls sangen bereits euphorisch vom dritten HBL-Titel nach 2001 und 2022. Durch den Erfolg, dem saisonübergreifend 22. Heimsieg in Folge, rückte der Magdeburger Champions-League-Sieger bei nun 40:6 Punkten auf einen Zähler an den Hauptstadt-Klub (41:7) heran. Der SCM hat aber noch ein Spiel in der Hinterhand.

"Wir sind unfassbar glücklich, es war unfassbar wichtig, dieses Vier-Punkte-Spiel zu gewinnen", sagte Spielmacher Gisli Kristjansson am Dyn-Mikrofon und ergänzte selbstbewusst: "Wir haben gezeigt, dass wir eine Meistermannschaft sind." Der Isländer schwärmte von einem "tollen Spiel. Besser geht es nicht."

Für den SCM endete vor der Länderspielpause mit der aus deutscher Sicht wartenden Olympia-Qualifikation in Hannover eine sehr erfolgreiche Woche. Erst am Donnerstag hatte der Klub-Weltmeister im schwierigen Auswärtsspiel beim ungarischen Rekordmeister KC Veszprem den direkten Einzug ins Viertelfinale der Champions League gesichert, drei Tage später folgte der große Schritt Richtung Titel in der Liga. Dazu ist der SCM auch im Halbfinale des DHB-Pokals noch vertreten.

Die Triple-Chance lebt - auch wenn Wiegert davon nichts hören will. Bislang zumindest.