Werbung

NBA-Ikone entsetzt über Trump: "Beleidigung aller Schwarzer"

NBA-Ikone entsetzt über Trump: "Beleidigung aller Schwarzer"
NBA-Ikone entsetzt über Trump: "Beleidigung aller Schwarzer"

Basketball-Ikone Charles Barkley ist mächtig geladen wegen Ex-US-Präsident Donald Trump - und seinem Ärger in einem kontrovers aufgenommenen TV-Interview Luft gemacht. Der ehemalige NBA-MVP drohte Anhängern des Politikers dabei sogar mit Prügel.

Stein des Anstoßes war ein Auftritt Trumps bei einer Gala der Black Conservative Federation, einer Vereinigung konservativer Schwarzer in den USA. Trump, bei den Republikanern erneut aussichtsreichster Bewerber um die Kandidatur für die US-Präsidentschaft, hatte die afroamerikanischen Wähler dort auf eigenwillige Weise umgarnt.

Trump prahlte damit, dass das Polizeifoto seiner Festnahme im August 2023 bei Afroamerikanern gut ankomme und in der Community ein beliebtes T-Shirtmotiv sei - was er als Zuspruch deutet. Er verglich zudem seine eigenen Anklagen mit der jahrhundertelangen Diskriminierung schwarzer US-Bürger.

Barkley brachte dies mächtig in Rage.

Barkley nach Trump-Rede: „Dem schlage ich ins Gesicht“

In seiner Sendung King Charles auf CNN sagte der frühere Power Forward, nach einem längeren Stoßseufzer: „Wenn ich einen schwarzen Menschen mit Trumps Polizeifoto herumlaufen sehe, schlage ich ihm ins Gesicht.“

Als ihn Moderatorin Gayle King überrascht zu maßregeln versuchte („Charles, das kannst du nicht sagen und du meinst es auch nicht so“) legt der 61-Jährige nach: „Ich meine das absolut ernst.“

King hielt erneut dagegen (“Und dann wirst du festgenommen. Was passiert dann?“) - und erntete vom elfmaligen All Star als Replik: „Dann kaufe ich mich auf Kaution frei und feiere.“

Der MVP von 1993, der in der NBA für die Philadelphia 76ers, Phoenix Suns und Houston Rockets spielte, erklärte dann doch noch, dass seine Aussagen nicht wörtlich zu nehmen seien (“Jetzt ernsthaft ...“ und gab Trump inhaltlich eine scharfe Antwort.

„Wenn ich bei dieser Veranstaltung gewesen wäre, wäre ich aufgestanden und gegangen“, schimpfte Barkley: „Das war eine Beleidigung aller Schwarzer. Die Geschichte, in der wir diskriminiert wurden, mit seiner Lage zu vergleichen ... Erstens ist er ein Milliardär, und zweitens wird er für Dinge angeklagt, die er falsch gemacht hat. [...] Das mit dem Leid Schwarzer zu vergleichen: Das beleidigt mich.“

Bei den aktuellen US-Vorwahlen liegt Trump auf Siegkurs und dürfte Amtsinhaber Joe Biden von den Demokraten im Herbst wieder herausfordern.