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Duvnjaks Kroaten als Party-Crasher?

Wahlheimat hin oder her - wenn es bei der EM gegen Deutschland geht, hat Domagoj Duvnjak keine Probleme damit, den „Partycrasher“ zu spielen. „Wir werden es zumindest versuchen“, sagte der Kapitän des THW Kiel der Handballwoche. Für den langjährigen Bundesliga-Profi und Kroatien geht es im abschließenden Hauptrundenspiel um nichts mehr - für das DHB-Team hingegen um den Einzug ins Halbfinale.

Mit einem Sieg wäre die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason sicher in der Runde der besten Vier, Kroatien hat hingegen als Letzter der Hauptrundengruppe I keine Chance mehr. Doch auch wenn die Mannschaft bereits ausgeschieden sei, betonte Duvnjak, könne er versprechen: "Wir sind Profisportler und werden alles tun, damit Kroatien gewinnt!"

Spiele gegen Deutschland seien für ihn "immer etwas Besonderes", erklärte der 35-Jährige, der seit 2009 sein Geld in der Bundesliga verdient. Am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD und Dyn) erwartet er jedoch "ein brutales Spiel, denn Deutschland spielt vor den eigenen Fans" und werde in Köln wieder "von 20.000 lautstarken Zuschauern unterstützt".

Während Gislason und Co. noch von den Medaillen träumen können, bleibt dem Welthandballer von 2013 der ganz große Triumph mit der Nationalmannschaft wieder verwehrt. Mit dem HSV Hamburg und Kiel sammelte er hingegen zahlreiche Titel, gewann insgesamt fünf Meisterschaften, viermal den DHB-Pokal und zweimal die Champions League.

Doch Kroatien spiele „derzeit keinen guten und keinen erfolgreichen Handball“, mache „zu viele Fehler“ und sei vom „eigentlichen Leistungsvermögen ein gutes Stück weit entfernt“, erklärte Duvnjak. Dennoch erlebe er eine „große Handball-Party in Köln. Diese Arena hier ist unfassbar. Wir genießen jeden Moment - auch und gerade das Spiel am Mittwoch gegen den EM-Gastgeber!“