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Pekeler-Rückkehr? Das sagt Gislason

Alfred Gislason hat es sich gut gehen lassen. Blauer Himmel. Sonnenbrille. Und das vor dem malerischen Bergpanorama des Montblanc. Der Bundestrainer der deutschen Handballer genoss nach der Weltmeisterschaft sein erstes Skierlebnis seit 49 Jahren in vollen Zügen - doch ab jetzt zählt nur noch die Heim-EM.

„Wir wollen Stück für Stück weiterkommen. Es geht jetzt viel um die Abwehr, um da ein bisschen stabiler zu werden“, sagte Gislason am Dienstag in Damp.

An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste absolviert der Isländer mit dem DHB-Team den ersten Lehrgang seit der kräftezehrenden WM im Januar - und schwört sich zusammen auf die kommenden Aufgaben ein. „Man merkt schon sehr deutlich, dass die Spieler viel Spaß hatten, sich wieder zu treffen“, berichtete Gislason.

Erstes Etappenziel auf dem bevorstehenden Weg sind die beiden Kracher-Länderspiele gegen Weltmeister Dänemark am Donnerstag (20.45 Uhr) in Aalborg und am Sonntag in Hamburg (14.15 Uhr). Doch Deutschlands Handballer denken längst schon einen Schritt weiter.

Gislason: Dänemark-Ergebnis „nicht unwichtig“

„Das Ergebnis ist nicht unwichtig“, sagte Gislason mit Blick auf die prestigeträchtigen Duelle mit dem Branchenprimus, „aber wichtiger ist es, dass wir weiter kommen in unserer Entwicklung. Wir fokussieren uns vor allem auf uns und schauen mal, was die Spiele bringen.“

Youngster Julian Köster wird zumindest beim ersten Teil des hochkarätigen Testspiel-Doppelpacks nicht dabei sein. Der Rückraumspieler des VfL Gummersbach plagt sich mit einer Erkältung herum. Weil der im Januar so stark auftrumpfende Köster ohne Fieber ist, hat Gislason aber „noch die Hoffnung, dass er das zweite Spiel spielen kann“. Im Vorfeld hatte mit dem Leipziger Mittelmann Luca Witzke bereits ein weiterer WM-Fahrer passen müssen.

Bis auf Witzke-Ersatz Marian Michalczik baut Gislason voll auf Spieler, die auch im Januar schon dabei waren. Zehn Monate vor der EM im eigenen Land heißt Konstanz das Zauberwort. Selbst ein Comeback von Kiels Kreisläufer Hendrik Pekeler ist laut dem isländischen Coach „aktuell kein Thema bei uns“. Das könne sich aber noch ändern.

DHB-Team setzt auf Konstanz

Beim Deutschen Handballbund (DHB) ist inzwischen alles auf die Heim-EM 2024 ausgerichtet. „Einige Nationen nutzen das Frühjahr, um etwas Personal zu wechseln, aber wir sind froh, dass wir auf Konstanz setzen können“, sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Man baue ein „kontinuierlich wachsendes Fundament auf“ und wolle „unserer Nationalmannschaft in ihrer Entwicklung einen weiteren Impuls geben“.

Die Vergleiche mit Dänemark zählen zum Programm des EHF Euro Cups, an dem neben Deutschland und Dänemark mit Europameister Schweden und dem EM-Zweiten Spanien die vier bereits für die EM 2024 qualifizierten Teams teilnehmen.

Die deutsche Mannschaft spielte bisher gegen Schweden (33:37) und in Spanien (31:32). Die jeweiligen Rückspiele finden am 27. April in Kristianstad gegen Schweden und am 30. April in Berlin gegen Spanien statt.