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Reis übel beleidigt! "Das ist im Sport so"

Üble Beleidigung gegen Thomas Reis bei seiner Rückkehr nach Bochum.

Der Trainer des FC Schalke 04 wurde beim ersten Gastspiel an seiner alte Wirkungsstätte beim VfL Bochum unfreundlich empfangen.

Die Fans des Gastgebers begrüßten ihren langjährigen Spieler und Trainer mit Pfiffen und deutlicher Kritik.

Banner mit Beleidigung gegen Reis

„Wenn du kein ehrloser Bastard bist, wer dann?“, prangte auf einem Transparent in der Ostkurve.

Dabei handelt es sich um eine Anspielung auf eine Aussage von Reis kurz vor seiner Entlassung: „Wenn ich kein Bochumer bin, wer dann?“.

„Dass man hier nicht unbedingt mit Liebe empfangen wird, auch wenn ich hier ganz gute Arbeit geleistet habe, ist einfach so im Sport. Da muss man drüberstehen“, meinte Reis bei Sky.

Für ihn sei wichtig, dass er sich auf seine Mannschaft konzentriere. Reis ergänzte: „Ich habe auch gesagt, dass es als Trainer manchmal gut ist, wenn man das Stadion kennt, und das tue ich ganz gut. Ich kenne die Emotionen und die fantastischen Fans des VfL. Da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren und das geht nur, wenn ich das vorlebe.“

Reis zieht von Bochum zum FC Schalke weiter

Den Wechsel zum großen Nachbarn Schalke 04 kurz nach dem Rauswurf nach der 1:3-Hinspielpleite in Gelsenkirchen haben ihm die VfL-Fans bis heute nicht verziehen.

„Ich denke, dass ich einen kühlen Kopf bewahren kann, ich weiß, was auf mich zukommen könnte“, hatte der Coach im Vorfeld erklärt und sich auf ein „fantastisches und emotionales Spiel für alle“ gefreut.

Der 49-Jährige, der als Spieler und Trainer mehr als 20 Jahre für den VfL tätig war und immer noch in Bochum wohnt, veränderte sein Team gegenüber dem 2:1 gegen den VfB Stuttgart auf zwei Positionen.

Rechtsverteidiger Cedric Brunner spielte nach Nasenbeinbruch mit Maske, für den kurzfristig verletzten Dominick Drexler rückte Eder Balanta ins Mittelfeld.

Reis‘ Bochumer Nachfolger Thomas Letsch stellte nach dem 0:3 bei Werder Bremen gleich viermal um. Kapitän Anthony Losilla fehlte weiter wegen seiner Rotsperre.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)