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Wölfe-Boss: “Große Respektlosigkeit“

Wölfe-Boss: “Große Respektlosigkeit“
Wölfe-Boss: “Große Respektlosigkeit“

Marcel Schäfer hatte Redebedarf. Ja, er habe Verständnis "für viel Kritik", sagte der Sport-Geschäftsführer des strauchelnden Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg - dass man gewisse Dinge anders sähe, sei "überhaupt kein Problem." In Bezug auf die Trainerdiskussionen in den vergangenen Tagen aber wurde Schäfer deutlich: "Was da teilweise passiert ist, empfinde ich als große Respektlosigkeit allen gegenüber."

Nach dem 2:2 (0:1) gegen die TSG Hoffenheim fühlte sich der Ex-Profi in den Katakomben der Wolfsburger Arena bemüßigt, die zuletzt verstärkten Spekulationen um eine mögliche Nachfolge von Coach Niko Kovac zu kommentieren: "Wenn ich solche sensiblen Dinge verbreite, dann sollte da wenigstens 0,1 Prozent Wahrheit dran sein. Wenn da gar nichts dran ist, dann ist es aus meiner Sicht sehr bedenklich."

Kovac steht in der Kritik

Kovac war nach dem bisher enttäuschenden Saisonverlauf und noch keinem Sieg im Jahr 2024 in die Kritik geraten. Zahlreiche Namen wurden in den vergangenen Tagen in verschiedenen Medien als mögliche Nachfolger gehandelt - unter anderem der des ehemaligen Leipzig-Trainers Ralph Hasenhüttl und der von Fabian Hürzeler, dem jungen Erfolgscoach des Zweitliga-Tabellenführers FC St. Pauli.

"Ich habe dann auch erfahren, dass ich mit sehr vielen Trainern geredet habe", sagte Schäfer ironisch und stellte seinem Coach vorerst eine Jobgarantie aus. "Niko bleibt Trainer. Er wird morgen auf dem Trainingsplatz stehen, und wir werden uns so gut es geht auf Union Berlin vorbereiten, um dort drei Punkte zu holen."

Es sei zudem auch das Ziel, die Saison mit dem jetzigen Coach zu beenden, bestätigte Schäfer. "Dass wir alle mit der Situation nicht zufrieden sind, das liegt auf der Hand, aber wir versuchen da gemeinsam durchzugehen."