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Schlägt Biathlon-Deutschland zurück?

Schlägt Biathlon-Deutschland zurück?
Schlägt Biathlon-Deutschland zurück?

Nach dem gestrigen Tag zum Vergessen will das deutsche Biathlon Team in der Verfolgung wieder voll angreifen und an den überragenden Saisonstart anknüpfen.

Franziska Preuß und Philipp Nawrath waren nach einem sensationellen Auftakt ins Gelbe Trikot gelaufen, verloren im Sprint von Hochfilzen aber beide die Gesamtführung.

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Gerade für Preuß, die krank nicht an den Start gehen konnte und kampflos das Gelbe Trikot abgeben musst, lief es besonders bitter. „Franziska hat noch mit den Nachwirkungen einer Corona-Infektion zu kämpfen, die sich leider kurz nach Östersund eingestellt hat“, lautete wenige Stunden vor dem Sprint der Frauen die bittere Diagnose von Mannschaftsarzt Dr. Sebastian Torka.

„Einfach nur bitter und schmerzhaft, nicht am Start stehen zu können“, schrieb sie selbst bei Instagram. Denn Preuß musste damit ihr Gelbes Trikot kampflos abgeben, der Französin Lou Jeanmonnot (2/+1:12,05) reichte ein 15. Platz im Sprint für die Spitzenposition. Durch das Nicht-Antreten im Sprint hat Preuß nicht einmal die Chance sich das Gelbe Trikot in der Verfolgung zurückzuerobern.

Nawrath will Gelb in der Verfolgung erneut angreifen

Philipp Nawrath erlebte dagegen sportlich einen Tag zum Vergessen. Mit großen Ambitionen angetreten, reichte es nach schwacher Leistung nur zu Platz 34.

„Viel zu viel Rückstand im Laufen. Ich kann es mir nicht genau erklären“, ärgerte sich Nawrath am ARD-Mikrofon. Drei Schießfehler, insgesamt fast zwei Minuten Rückstand zur Spitze - nach seinem Sensationssieg in Östersund war in Österreich nun früh die Luft raus.

Gerade für Preuß, die krank nicht an den Start gehen konnte und kampflos das Gelbe Trikot abgeben musst, lief es besonders bitter. „Franziska hat noch mit den Nachwirkungen einer Corona-Infektion zu kämpfen, die

Doch der Ärger über den Verlust der Führung im Gesamtweltcup währte nur kurz. Stattdessen übte sich Nawrath in Optimismus: „Es bleibt weiter die Attacke nach vorne. Mund abputzen, weiter gehts.“ Die nächste Chance bietet sich dazu in der Verfolgung am Samstag (ab 12.15 Uhr im LIVETICKER).

Bessere Aussichten haben da seine Teamkollegen. Benedikt Doll, in Schweden bei den deutschen Biathlon-Festspielen nur in einer Nebenrolle, wurde Siebter (1/+31,1 Sekunden). „Läuferisch war es viel besser als in Östersund“, sagte der Ex-Weltmeister. Johannes Kühn auf Platz neun (1/+40,1) und Justus Strelow auf Rang 15 (0/+1:09,0 Minuten) rundeten das erneut gute deutsche Mannschaftsergebnis ab.

Norweger dominieren bei Frauen und Männern

An der Spitze feierten derweil die Norweger eine Rückkehr zu ihrer Dominanz aus der Vorsaison. Tarjei Bö (0) setzte sich vor seinem Landsmann Sturla Holm Lägreid (0/+4,9) durch. Platz drei ging an den Schweden Sebastian Samuelsson (1 Fehler/+10,0 Sekunden), der von Nawrath die Führung im Gesamtweltcup übernahm.

Und auch bei den Damen, waren die Athletinnen aus Norwegen wieder das Maß aller Dinge. Ingrid Landmark Tandrevold (0 Fehler) gewann vor Elvira Öberg aus Schweden (1/+4,9 Sekunden), dahinter folgte die Französin Justine Braisaz-Bouchet (1/+19,7). Beste Deutsche war Vanessa Voigt als 14. (1/+1:11,8), die damit in der Verfolgung am Samstag (ab 14.45 Uhr im LIVETICKER) nur noch Außenseiterchancen besitzt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)